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Das mit den Philips Fernsehprojektoren ist nicht ganz einfach zu recherchieren

ein Kellerfund aus 2018

Bei der Recherche nach der eigentlichen Strahl-Röhre und der Schmidt-Optik des SABA Telerama Projektors (von vor 1958) bin ich natürlich auf den eigentlichen Hersteller dieser Baugruppe gestoßen. Denn SABA hätte nicht die Fachleute und die finanziellen Mittel gehabt, solch ein für damalige Zeiten komplexes Teil aus dem Boden zu stampfen.
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Philips hatte nämlich auch (unbekannter Weise) einen solchen Fernsehprojektor
mit dieser hauseigenen Optik entwickelt und aus der Ostzone kam auch mal ein Prototyp mit dieser Philips Projektions-Baugruppe in die dortigen Medien, mit dem man die Kombinate und Kolchosen medial "auf Linie" bringen wollte.

Richtig bekannt wurde aber nur der "SABA TELERAMA", weil dort weitere geniale Ideen aus dem Schwarzwald mit eingeflossen waren. Das waren zum Beispiel der leistungsfähige Kraft-Verstärker mit den 2 recht großen Lautsprechern vorne unten drinnen. Er sollte ja sinnngemäß für ein größeres Auditorium betrieben werden können.

Viel später kam der GRUNDIG CINEMA 9000 - in Farbe

Wieviel Philips da drinen war, weiß ich nicht mehr, es könnten aber auch die drei Strahlröhren gewesen sein. Von diesem Teil aus 1979/1980 hatte ich mal 2 Stück eingekauft, aber glücklich waren meine Kunden damit nicht. Das Standard- Farbfernsehchassis war mit einer dreiteiligen Leistungselektronik samt Netzteil ergänzt worden und die Abstimmung bzw. der Abgleich und die Justage der Konvergenz war zu ungenau, ein Riesen-Problem. Das Bild war immer bunt, aber nie richtig farbig. Ob dieser GRUNDIG Projektor wirklich ein Renner war, kam nie ganz raus. Und dann versagten die Silberkontakte dieser Steckmodule und die Projektoren fielen aus, einer nach dem anderen.
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1989/90 wollte es Philips nochmal wissen - 3 Röhren in Farbe

Dieser Philips 3-Röhren Rückprojektions-Fernseher war von Anfang an an unsere ganz normalen Wohnungsgrößen adressiert. Während der SABA TELERAMA und der CINEMA 9000 einen gehörigen Abstand des Projektors von der entfernten Bildwand benötigten, also auch eine gewisse Raumgröße verlangten, konnte man den Philips "SUPERSCREEN 46" dicht an einer Wand aufstellen.
Die Zuschauer betrachteten einen für damalige Zeiten gewaltigen Pergamentpapier- ähnlichen großen und völlig flachen Bildschirm, der von innen hinten / unten angestrahlt wurde.
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Unser 46GR8850 Exemplar aus 1990 . . .

. . . . war nach der Einführung des 16:9 Breitbildes "vacant" geworden und stand über Jahre unbenutzt in einem Nebenraum.  Und in 2019 war es dann soweit, er sollte doch zum Sperrmüll.

Ich wollte aber unbedingt nochmal in die "Eingeweide" reinschaun, wie das damals mit den 3 Projektions-Röhren im Endstadium der Bildröhrentechnik gemacht wurde.
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Das gesamte Gerät wurde in Spanien zusammengebaut.

Es kommt also gar nicht mehr aus Deutschland oder Holland ode Belgien oder aus Polen, aber auch noch nicht aus Fernost.

Mit den kryptischen Bezeichnugen auf dem Etikett kan man als nicht Philipser sonst nicht viel anfangen.

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Und die Optiken kamen aus USA ??

Das war für mich neu, daß der Bildröhrenhersteller Teile aus USA zukauft. Bislang konnte ich nur das Linsen-Etikett fotografieren. Die drei Röhren selbst sind noch verbaut.

Optisch scheinbar gesund, aber es bröselt alles auseinander

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