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Der Fernsehprojektor SABA-TELERAMA aus 1958

Eine damals herausragende Entwicklung
Neu im März 1958
1958 - ein Fernsehprojektor

Natürlich gab es 1958 schon (schwarz weiße) Fernsehprojektoren in der professionellen Fernseh-Technik, doch die waren alle vom Preis jenseits jeder Diskussion. Und bereits vor dem 2. Weltkrieg hatte die Fernseh GmbH in Berlin zusamen mit Loewe nacheinander mehrere Projektoren entwickelt, die aber in Einzelstücken handgefertigt wurden, ohne Rücksicht auf die Kosten. Die standen dann in den wenigen sogenannten Fernseh-Kinos der deutschen Reichspost DRP.

Nach 1950 wurde in der Schweiz das Eidophor Projektions-Prinzip von 1937 fertig entwickelt, ebenfalls eine damals herausragende - wenn auch sehr aufwendige - Idee und Technik, doch mit mehreren hunderttausend Franken für Normalos absolut unerschwinglich. Schaun Sie mal rechts auf das von Hand notierte Datum. Mit der sogenannten "corporate identity" hatte Saba damals dicke Probleme.

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Endlich etwas für die (reiche) Familie - das neue Heimkino
hier kommt eines der Original-Prospekte :

für Wohnung und Gemeinschaftsempfang

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Und das ist der Original-Text:
Spielend leicht ist der SABA-TELERAMA in Betrieb zu nehmen.

Für 1958 ein super tolles Möbelstück mit allen Finessen der damaligen Technik

Der Fernsehprojektor in seinem eleganten Edelholzgehäuse ist fahrbar und wird spielend leicht an jede Stelle des Vorführraumes gerollt. Um ihm einen festen Stand zu geben, befindet sich am Gehäuseboden eine Einknopfarretierung. Durch einen Leuchtsockel ist der Fußboden in unmittelbarer Nähe des Gerätes sichtbar, aber gedämpft beleuchtet.

Die modernen Stabrolltüren sind leicht zu öffnen und zu schließen. Durch einen abziehbaren Schaltschlüssel - ähnlich dem Zündschlüssel beim Auto — wird das Gerät in Betrieb genommen. Ein Druck auf den Knopf - und die Lüftungsklappe an der Oberfläche des Gehäuses öffnet sich; dabei wird der Strahlstrom eingeschaltet. Dann erscheint das Bild. Das Gerät wird durch Ausnützung der entstehenden Luftzirkulation - ohne Verwendung eines Ventilators - belüftet. Störende Nebengeräusche sind daher ausgeschlossen. - Anschlußschnüre und Fernbedienungsteil werden nach Gebrauch in einem besonderen Fach im Gerät aufbewahrt.

Das geschmackvolle Äußere des TELERAMA-Gerätes paßt so recht zum Stil der heutigen Wohnkultur.
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Aus "Schauinsland" wurde "Telerama"

Sie sitzen gemütlich im Kreise Ihrer Familie und Freunde und sehen das Programm des Deutschen Fernsehens hell, kontrastreich und — in Lebensgröße.

Das Bild ist gestochen scharf und flimmerfrei. Sie können stundenlang den Fernsehsendungen folgen, ohne daß Ihre Augen ermüden.

Eine formschöne Truhe aus Edelholz mit verschließbaren Stabrolltüren birgt das technische Wunder. Von einer kleinen Spezial-Fernsehröhre wird das Bild über eine Optik auf die 1,6m große TELERAMA-Bildwand projiziert und dabei 15mal größer wiedergegeben als bei einem üblichen Fernsehempfänger mit 43cm-Bildröhre. Dabei erhält es überraschende Tiefe und Plastik. Brillante Bildhelligkeit und -schärfe werden durch die SABA-TELERAMA-Bildwand (Weitwinkelschirm) erreicht. Auch seitlich sitzende Betrachter sehen die Darbietungen auf der Bildwand hell und scharf.
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Anmerkung : 1957/58 war ein 48cm Fernseher schon (oder "noch") ein Luxus, den sich nur wenige leisten wollten bzw. konnten. Das Bild war im Vergleich zu unseren heutigen Verhältnissen "kugelrund".

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So einfach ist der SABA-TELERAMA ferngesteuert zu bedienen

Das übersichtliche Bedienungsfeld mit indirekter Beleuchtung ist leicht zugänglich. Die Eedienungsknöpfe sind wie bei einem normalen Fernseh-Empfänger angeordnet. Die Optik ist vertikal und horizontal schwenkbar. Dadurch ist jederzeit ein senkrecht stehendes, verzeichnungsfreies Bild gewährleistet.

Das Fernsteuerteil übt sechs Funktionen aus: Lautstärke, Kontrast, Helligkeit und Bildschärfe sowie Klangumschaltung für Sprache und Musik. Sein handliches Gehäuse ist so gestaltet, daß der SABA-TELERAMA damit während der Fernsehsendung bequem ferngesteuert werden kann.

Die TELERAMA-Bildwand (Weitwinkelschirm) ist so gestaltet, daß ihr ein fester Platz eingeräumt werden kann. Findet kein Fernsehempfang statt, läßt sie sich beispielsweise durch Vorbeiführen eines Vorhanges oder einer verstellbaren Lamellen - Jalousie geschickt den wohnlichen Gegebenheiten anpassen. Das Gerät ist auf Rollen gelagert und kann spielend leicht an jede beliebige Stelle des Raumes gebracht werden.
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Die SABA-TELERAMA-Bildwand im Detail

Die Reflexionseigenschaften der Bildwand
  • Anmerkung: Die Bildwand bestand aus einem recht massiven schwarzen Holzrahmen mit einer konkav gewölbten und beschichteten Hartfaserpappe, die auf allen 4 Seiten in einer Nut des Rahmens gehalten wurde.

    Die metallische Reflektions-Beschichtung war der von dem Grundig Cinema 9000 von 1982 sehr ähnlich. Auch diese Bildwand war beschichtet und leicht konkav gewölbt.


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20 Jahre später : Die Grundig Cinema 9000 Bildwand - sie war sehr ähnlich

Großes, helles und kontrastreiches Bild durch die SABA-TELERAMA-Bildwand (Weitwinkelschirm). Besonders wichtig für eine helle Bildwiedergabe ist die Beschaffenheit der Projektionswand. In langen Erprobungen wurde die SABA-TELERAMA-Bildwand entwickelt.

"Sie ist einer leicht gewölbten Spiegelfläche (2) vergleichbar und besitzt die Eigenschaft, das einfallende Projektionslicht (1) so in den Vorführraum (2, 3) zu reflektieren, daß auch seitlich sitzende Zuschauer ein helles, bis an den Rand scharfes und kontrastreiches Bild sehen. Die TELERAMA-Bildwand besitzt den Vorzug, einfallendes Streulicht abzuweisen. So kann während des Fernsehempfangs eine Zusatzbeleuchtung (4) oben, eingeschaltet bleiben, weil die Bildwand das Fremdlicht ableitet (4) unten."

SABA-TELERAMA - technisch gesehen:

  • 160cm Bildwand (130 x 98cm)
  • ca. 2,90m Projektionsweite (Projektorabstand von der Bildwand)
  • Kardanisch aufgehängte Optik zur Bildnachstellung in der Horizontalen und Vertikalen
  • Elektronische Trapezentzerrung für unterschiedliche Anbringungshöhe der Bildwand zwischen 1m und ca. 1,40 m (vom Fußboden bis Unterkante Bildwand)
  • Wechselstrom Netzspannungs-Stabilisator zur wahlweisen Umschaltung auf 220V oder 110 bis 125 V mit Oberwellen-Unterdrückung
  • 2 Hochleistungskonzertlautsprecher
  • Anschluß für Zusatzlautsprecher
  • 12 Kanäle (2 Reservekanäle)
  • 23 Röhren (einschl. Bildröhre)
  • Automatischer Kontrastausgleich
  • Schärfeautomatic mit Nachfokussierung
  • Automatische Leuchtfleck - Unterdrückung Schutzschaltung der Bildröhre
  • Hohe Betriebssicherheit
  • Leistungsaufnahme ca. 200 Watt

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Wichtig für Service: Chassis während des Betriebes ausschwenkbar • Alle Teile ohne Ausbau des Chassis und ohne Lösen von Anschlüssen frei zugänglich • Auf die Bildröhre gewähren wir die handelsübliche Garantie (Anmerkung : Das waren damals 6 Monate)

15mal größere Bildfläche als bei einem normalen 43-cm-Fernsehempfänger - Flimmerfreie Bildwiedergabe - ruhiger Bildstand — nicht ermüdend für die Augen - Helles und kontrastreiches Bild durch die SABA-TELERAMA-Bildwand (Weitwinkelschirm)

Und so sahen unsere Wohnzimmer 1958 aus. (in der Werbung)

Natürlich sahen "unsere" Wohnzimmer noch lange nicht so aus, das war wieder mal eine von den Werbeleuten suggerierte Zukunft/Perspektive der modernen Familie. Hier noch ein paar mehr Wohnzimmer-Bilder von Saba.
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Eine tadellose SABA-Neuentwicklung mit überzeugenden Vorteilen - Das geschmackvolle Äußere des TELERAMA-Gerätes paßt so recht zum Stil der heutigen Wohnkultur

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Kunden- und Kauf - Informationen:

Eine Aussenstelle der UFA Handel in 1960
50 Jahre aufgehoben, die UFA Stempel für den Saba Verkaufsprospekt

Sowohl in Gemeinschaftsräumen wie im Privathaushalt als Fernsehheimprojektor wird der SABA-TELERAMA viele Freunde gewinnen.

Ihr Fachhändler führt Ihnen das SABA-TELERAMA-Gerät gerne vor.

Auf Wunsch bequeme Monatsraten in jedem guten Fachgeschäft.
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Barpreis: (laut anderer Unterlagen ca. 2.999.- bis 3.198.- DM) einschl. TELERAMA-Bildwand und Fernsteuerung.

Mehr über diese letzten "Hoffnungsläufer" der "armen" und leidenden Kinobesitzer um 1959 gegen die existenzgefärdenden Besucher-Rückgänge finden sie auf dieser Seite und bei der Zeitzeugen-Geschichte von Gerhard Redlich.
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