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Die ZEITSCHRIFT der Norddeutschen Mende Rundfunk KG

Viele Firmen hatten eine eigene Händler- zeitschrift herausgegeben, so auch Nordmende. Für uns war die Firma Normende oder kurz "Mende"- im Rückblick - eine von mehreren weniger bedeutenden Herstellern von Fernsehgeräten. Grundig, Philips, Telefunken, Blaupunkt und Siemens und vielleicht noch Kuba-Imperial dominierten den westdeutschen Markt. Wega, Saba, Grätz, ITT und Körting, sowie Neckerman und Quelle durften sich den Restmarkt teilen. Von den noch kleineren Fernsehgeräte-Anbietern wie z.B. die BRAUN AG in Frankfurt redet heute so gut wie niemand mehr. Hier in dieser Nordmende- Händlerzeitschrift stehen eine Menge Rückblicke auf das damalige "Denken" und die Zeit des Schwarz-Weiß- Fernsehens und das kommende ZDF als zweites (jetzt UHF-) Programm - neben den (VHF-) Programmen der ARD- "Anstalten".

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Es geht um die Ausgabe
Heft 4 - Jahrgang 7 - vom Dez. 1959

Am Mikrofon - NORDMENDE

ZEITSCHRIFT DER NORDDEUTSCHEN MENDE RUNDFUNK KG. BREMEN-HEMELINGEN
HEFT 4 • JAHRGANG 7 20. DEZEMBER 1959

EIN FROHES FEST UND VIEL GLÜCK IM NEUEN JAHR
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"Sie an uns - Wir an Sie"

  • Frage 1: Kann man Stereo-Wiedergabe in jedem Raum erreichen, oder müssen seine Größe und die akustische Eigenschaft von vornherein bestimmt sein?

  • Antwort 1: In Zeitschriften und bei öffentlichen Vorführungen wird immer wieder die Ansicht vertreten, stereophonische Wiedergabe sei nur in größeren Räumen möglich. Das ist aber durchaus nicht zutreffend. Schon bei der stereophonischen Aufnahme wird auf die Reproduzierbarkeit in normalen Wohnräumen geachtet. Im allgemeinen dürfte eine Grundfläche von 4 x 5m ohne weiteres für eine gute Stereowiedergabe ausreichen. Will man einen einwandfreien Stereo-Effekt erzielen, dann muß man das Wiedergabegerät günstig aufstellen. Die Zuhörer sollen wie beim Fernsehen dem Empfänger gegenübersitzen. Der Abstand muß etwa mit dem Lautsprecherabstand gleich sein. Ein akustisch symmetrischer Wiedergaberaum ist anzustreben. Die beste Symmetrie erreicht man, wenn man das Stereogerät schräg in einer Zimmerecke aufstellt. Der Schall wird dann gleichmäßig von den Wänden reflektiert.

  • Frage 2: Wann entsteht eine Koppelschwingung?

  • Antwort 2: Den Ausdruck „Koppelschwingung" haben wir bisher nicht gehört. Wir nehmen an, daß eine Rückkoppelschwingung gemeint ist. Von einer Rückkopplung spricht man, wenn Signale von der Anode einer Röhre an das eigene Gitter oder an das einer Vorröhre gelangen. Je nach Phasenlage des rückgekoppelten Signales entsteht eine Gegen- oder eine Mitkopplung. Ist die Mitkopplungsamplitude hoch genug, kann es zum Aufschaukeln kommen, d. h., die an das Gitter rückgeführte Spannung erhöht die Verstärkung, bis das Anwachsen der Amplitude durch den Knick der Röhrenkennlinie übersteuert wird. Das Begrenzen verursacht, daß die mittlere Steilheit mit wachsender Amplitude sinkt. Der innere Widerstand des Verstärkers wächst, bis schließlich die Schwingungsamplitude konstant bleibt. Die Frequenz wird von der Resonanzstelle des schwingfähigen Gebildes bestimmt.

    Anmerkung : Haben Sie das verstanden ? Die Steilheit und der Knick in der Kennlinie ??

  • Frage 3: Was versteht man unter „Doppler"-Effekt?

  • Antwort 3: Nähert sich eine Schwingungsquelle, z.B. eine pfeifende Lokomotive, einem Beobachter, so hört er den Pfeifton in größerer Entfernung höher. Im Augenblick des Vorbeifahrens vernimmt er den Ton in der richtigen Höhe. Entfernt sich die Schallquelle vom Beobachter, hat er den Eindruck, der Ton werde langsam tiefer. Dieser Effekt ist darauf zurückzuführen, daß beim Annähern der Schallquelle mehr Schwingungen das Ohr treffen, als es der erzeugten Frequenz entspricht. Die Wellenfront wird sozusagen „zusammengeschoben". Beim Entfernen der Schallquelle werden die einzelnen Amplituden der Schwingung auseinandergezogen. Die Frequenz erscheint tiefer. Dieses Phänomen tritt bei allen sich wellenförmig ausbreitenden Schwingungen auf. Die Schallwellen wurden nur der besseren Verständlichkeit wegen als Beispiel gewählt.

  • Frage 4: Seit nunmehr sechs Jahren besitze ich ein Fernsehgerät mit 43er Bildröhre. Obwohl ich den Empfänger täglich benutze, ist das Bild noch hervorragend. Kann ich bei zukünftiger Anschaffung eines größeren Gerätes mit einer ähnlichen Lebensdauer der Bildröhre rechnen, oder wird die moderne 53er Röhre (110°) stärker beansprucht?

  • Antwort 4: Wir haben uns sehr gefreut zu hören, daß eine Bildröhre so lange lebt. Nicht etwa, weil das eine große Ausnahme ist, sondern weil wir meistens nichts davon erfahren. Im allgemeinen schreibt man uns nur, wenn eine Bildröhre vorzeitig „stirbt". Im übrigen dürfen wir Sie beruhigen: Die neuen Bildröhren 110°-Ablenkung haben eine ebenso große durchschnittliche Lebensdauer wie die älteren Bildröhrentypen.

  • Frage 5: Mit welchem Kontaktmittel lassen sich Kratzgeräusche beseitigen, die beim Durchdrehen von UKW-Drehkondensatoren auftreten?

  • Antwort 5: Es ist ratsam, sämtliche Lagerstellen des Drehkondensators mit Trichloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff oder einem ähnlichen Reinigungsmittel gründlich zu säubern. Anschließend schmiert man die Lager- und Kontaktstellen mit einer Mischung aus 10 Teilen Lösungsmittel Trichloräthylen oder Tetrachlorkohlenstoff und einem Teil Wählerfett.

  • Frage 6: Ist automatische Lautstärkeregelung bei Transistorgeräten möglich?

  • Antwort 6: Wir nehmen an, daß mit automatischer Lautstärkeregelung eine automatische Verstärkungsregelung gemeint ist, früher häufig mit Schwundausgleich bezeichnet. In sämtlichen Nordmende-Transistorgeräten ist eine solche Regelung enthalten. Die Regelleitungen in dem hier als Beispiel veröffentlichten Schaltbild des Nord-mende „Clipper" 0/601 sind rot gekennzeichnet.

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So nebenbei erfahren . . . .

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Weihnachtliche Mitternachtsmesse aus Österreich

Die Mitternachtsmesse wird zu Weihnachten (wir haben 1959 !!) durch die Eurovision aus der Eisenstädter Bergkirche in Österreich übertragen. Die Kirche ist mit dem Andenken an Joseph Haydn eng verbunden.

Englische Hausangestellte hat Anspruch auf Fernsehen (1959) !

Nach der Entscheidung eines Londoner Gerichtes ist eine Hausangestellte berechtigt, ein eigenes Fernsehgerät in ihrem Zimmer zu beanspruchen, wenn ihr der Arbeitgeber regelmäßig die Teilnahme am Fernsehen im engen Kreis der Familie verwehrt und sie darauf hinweist, „als Angestellte müsse sie abends nicht als Mitfernseherin geduldet werden".

Das Gericht bezeichnete eine solche Einstellung als „persönliche Deklassierung", wie sie in der heutigen Gesellschaft nicht mehr üblich sei und wie sie eine Flausangestellte nicht ohne weiteres hinzunehmen habe. Selbstverständlich könne sie nicht verlangen, jeden Abend mit vor dem Fernsehempfänger zu sitzen. Liege aber ein dauernder Ausschluß vor, womöglich verbunden mit drastischer Zurechtweisung, so sei diese Tatsache nicht nur ein Kündigungsgrund, sondern Ursache genug, ersatzweise auf einem eigenen Fernsehgerät im Mädchenzimmer zu bestehen, wie es dem „Niveau des Beschäftigung gewährenden Haushaltes" entspreche.
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Polizisten sind auch nur Männer

Der Polizeisender von Rio de Janeiro gab kürzlich folgende Meldung durch: „Eine angetrunkene junge Frau, völlig unbekleidet, führt einen Freudentanz im Stadtpark auf. Wagen Nr. 17 bitte sofort hinfahren! Alle anderen Polizeiwagen bleiben unbedingt dort, wo sie sich jetzt befinden. Ende."

Ärger mit dem Nebel (1959)

Häufige Klagen von Fernsehteilnehmern über schlechten Empfang an Nebeltagen veranlaßten die Bundespost, Untersuchungstrupps einzusetzen, die zunächst vor allem in Süd- und Westdeutschland ihre Arbeit aufnahmen. Man vermutet, daß der sich bei Nebel an Antennen absetzende Rauhreif Störungen verursacht. Da die Klagen über schlechten Fernsehempfang in Industriegebieten besonders zahlreich sind, nimmt man an, daß die Dunstwolken über den Industriestädten auch ferromagnetische Teilchen enthalten, die durch die Ausstrahlungen des Senders aufgeladen werden und so die Sende-Energie schwächen. Die Untersuchungstrupps verwenden hochempfindliche Prüfgeräte, die auch die geringsten Schwankungen der Sende-Energie anzeigen. Die Bundespost hofft, den Störungsursachen auf die Spur zu kommen.

Zweites Fernsehprogramm vom Frühjahr 1961 an möglich

Die Pressestelle des Hessischen Rundfunks gab folgende Erklärung heraus: „Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks hat in seiner Sitzung am 15. Oktober 1959 einen Bericht von Intendant Eberhard Beckmann entgegengenommen, in dem es heißt, daß der Hessische Rundfunk vom Frühjahr 1961 an in der Lage ist, im Einvernehmen mit den anderen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik ein zweites Fernsehprogramm als Gegensatz-Programm auszustrahlen."

Industrie stellt fest: Keine Überproduktion (1959)

Die deutsche Rundfunk- und Fernsehindustrie hat kürzlich Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen besonders bei Fernsehgeräten eine Überproduktion bestehen soll. Die Jahreserzeugung der Fernsehindustrie wird kaum 1,8 Millionen Empfänger übersteigen, von denen nach Ansicht von Fachleuten 300 000 Stück im Ausland und 1,5 Millionen Stück im Inland „leicht abzusetzen" sind.
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Ein Blick genügt . . . . . Nordmende Lieferprogram 1960

Mehrfarbige Broschüre vermute schnell und gründlich Aufschluß über gesamtes Nordmende-Lieferprogramm

Eine klar geordnete Zusammenfassung des gesamten Nordmende- Lieferprogrammes enthalt die umfangreiche, mehrfarbige Broschüre, die kürzlich erschienen ist.

Die 36 Seiten starke Druckschrift bietet eine lückenlose übersieht über alle Rundfunk- und Fernsehempfänger, Konzertschränke, Tonbandgeräte sowie Transistorkoffer des Nordmende-Werkes. Die Broschüre ist nicht für den Verbraucher bestimmt; sie soll nur eine Arbeitsunterlage für den Fachhändler sein, der nunmehr nachfragenden Kunden das Nordmende-Lieferprogramm in anschaulicher und kaufanreizender Form zeigen kann.

Die Druckschrift dient außerdem als Nachschlagewerk über Typen, Preise, technische Einzelheiten, Holzausführungen usw. In besonderen Beiträgen sind die wesentlichsten technischen Neuerungen, wie z. B. UHF-Teil, Abstimmautomatik und Stereo-Technik geschildert.

Marktpolizisten passen auf . . .

Preisauszeichnungspflicht muß erfüllt werden

Kürzlich fragten wir bei der Industrie und Handelskammer Bremen an, ob Rundfunk - Einzelhändler verpflichtet sind, die im Schaufenster ausgestellten Geräte mit Preisschildchen zu versehen. Man antwortete uns mit einem eindeutigen "Ja".

Lückenlosen Aufschluß in dieser Sache gibt die „Verordnung über Preisauszeichnung" vom 6. April 1944, deren wichtige Paragraphen 1, 2 und 10 wie folgt lauten:

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§ 1.1. Wer als Einzelhändler oder auf andere Weise im Kleinhandel Waren veräußert, ist verpflichtet, diese Waren mit den geforderten Preisen auszuzeichnen. Die Auszeichnung hat unter Angabe der handelsüblichen Gütebezeichnungen und der handelsüblichen Verkaufseinheit zu erfolgen.
§ 1.2. Die Vorschrift des Abs. 1 gilt entsprechend für alle Waren, die von Einzelhändlern oder auf andere Weise im Kleinhandel nach Musterbüchern angeboten werden.

§ 2
Die Preisauszeichnung nach § 1 hat zu erfolgen:
l.Bei Waren, die in Schaufenstern, Schaukästen, innerhalb oder außerhalb des Ladens, auf Verkaufsständen oder in sonstiger Weise sichtbar ausgestellt werden, durch gut lesbare Preisschilder.
2. Bei allen Waren, die zum alsbaldigen Verkauf bereitgehalten werden, entweder dadurch, daß die Waren oder ihre Umhüllung oder die Behältnisse (Regale), in denen sie sich befinden, beschriftet oder mit Preisschildern verbunden werden, oder dadurch, daß Preisverzeichnisse an leicht sichtbarer Stelle gut lesbar anzubringen sind oder Preislisten zur Einsichtnahme aufgelegt werden.
3. Bei den im § 1 Abs. 2 bezeichneten Waren dadurch, daß die Preise für die Verkaufseinheit auf den Mustern oder damit verbundenen Preisschildern oder Preisverzeichnissen gut lesbar angegeben werden.
§ 10
1. Preisauszeichnungen müssen deutlich lesbar sein.
2. Preisschilder dürfen nur einseitig oder auf beiden Seiten gleich beschriftet sein.
3. Preisverzeichnisse, die nach Mustern ausgefüllt werden, die von den zuständigen Wirtschaftsorganisationen mit Zustimmung des Bundeswirtschaftsministers oder der Preisüberwachungsstellen vorgeschrieben oder empfohlen werden, entsprechen insoweit den Vorschriften dieser Verordnung über Preisverzeichnisse.
4. Die Preisüberwachungsstellen können mit Zustimmung des Bundeswirtschaftsministers anordnen, daß die Preisverzeichnisse den nachgeordneten Preisbehörden zur Abstempelung vorzulegen sind. Gebühren dürfen hierbei nicht erhoben werden."
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Die Preisauszeichnung soll Preisklarheit und Preiswahrheit sichern

Sie bietet nicht nur Gewähr für einen lauteren Wettbewerb, sondern dient auch dem Schutz des Verbrauchers. Das dauernde überwachen der Erfüllung der Preisauszeichnungspflicht ist daher notwendig. Verstöße werden nach den Bestimmungen des Wirtschaftsstrafgesetzes von 1954 geahndet, insbesondere bei böswilliger Weigerung oder bei Wiederholung.

In Zweifelsfällen ist nach § 7 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten vom 25. März 1952 zu prüfen, ob ein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht. Hierbei dürfte von entscheidender Bedeutung sein, ob der betroffene Einzelhändler seiner Preisauszeichnungspflicht im wesentlichen genügt und ob sich die Beanstandung nur auf einzelne wenige Ausstellungsstücke bezieht. Unter Umständen wird dann von einer Geldbuße abgesehen werden können, es sei denn, daß die Auszeichnung bestimmter Warengruppen mit Absicht unterlassen worden ist.

Ausgenommen von der Preisauszeichnungspflicht sind besonders wertvolle Dinge, wie echte Juwelen, Schmucksachen, edle Metalle, Kunst- und Buchantiquitäten, moderne Kunstgegenstände (Gemälde, Plastiken, Graphik und Zeichnungen), gewisse Blumen und Zierpflanzen sowie Waren im Ausstellungs- oder Vorführräumen, die von der Industrie oder dem Großhandel zur Werbung unterhalten werden, ohne daß ein Verkauf an Verbraucher stattfindet. Nach dem Wirtschaftsstrafgesetz von 1954 können Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu DM 50.000,- geahndet werden.

Bei den in der letzten Zeit von den Preisüberwachungsbehörden wiederholt durchgeführten Kontrollen wurden zahlreiche Einzelhändler festgestellt, die gegen die Preisauszeichnungspflicht verstoßen hatten.

Wer sich als Rundfunk-Einzelhändler vor Beanstandungen und Unannehmlichkeiten schützen will, achte stets darauf, daß alle Geräte und Einzelteile im Schaufenster mit Preisschildchen ausgestattet sind.

NORDMENDE "MINIBOX" in fünf Farbkonbinationen

Das Volltransistor-Taschengerät Nordmende „Minibox" wird jetzt in fünf ansprechenden Farbzusammenstellungen geliefert. Zur hellgrauen Vorderseite gibt es eine rote, blaue, mittelgraue oder anthrazitfarbige Rückseite. Eine fünfte Kombination wird in anthrazitgrauer Vorder- und hellgrauer Rückseite gefertigt.
Mit dieser farbenfrohen Ausstattung gewinnt der Nordmende „Minibox" zweifellos noch mehr Freunde.

Fachleute unter sich (1959)

Beachtenswerte Erfolge der europäischen Fernseh-Zusammenarbeit

Auf der Jahrestagung 1959 der Europäischen Radio-Vereinigung UER, die kürzlich in London zu Ende ging und an der etwa hundert Vertreter der westeuropäischen Radio- und Fernseh-Organisationen teilnahmen, wurden wiederum wesentliche Fortschritte zur Verbesserung der europäischen Rundfunk- und Fernsehverbindungen erzielt.

Dem Eurovisionsnetz, das zur Zeit 12 Länder umfaßt, werden wahrscheinlich im nächsten oder übernächsten Jahr Finnland, Norwegen und Jugoslawien, nach Möglichkeit auch Spanien, Portugal und Nordafrika angeschlossen. Die technischen Voraussetzungen zum Austausch von Fernsehprogrammen mit Osteuropa sind bereits erfüllt.

Die Verbindung mit der Sowjetunion hängt vom Ausbau der Relaisstrecke zwischen Warschau und Moskau ab, deren Fertigstellung für 1960 angekündigt worden ist. Die Qualität der Austausch-Programme wird durch technische Neuerungen ständig verbessert. Eines der größten Probleme ist die Umwandlung von einer Zeilennorm in eine andere.

Auch die Möglichkeit einer Übertragung amerikanischer Programme auf das europäische Fernsehnetz wurde eingehend geprüft, ebenso wie die von verschiedenen Ländern mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtete Verbesserung der Raumtonsendungen. Eine gastweise teilnehmende amerikanische Delegation wies darauf hin, daß sich in den USA europäische Fernsehfilme und -Aktualitäten zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Zum ersten Male wurden Fernsehbilder mit Hilfe des von der BBC eingerichteten Transatlantikkabels vorgeführt. Die Übertragung von Fernsehfilmen innerhalb der Eurovision stößt zur Zeit noch auf gewisse urheberrechtliche Schwierigkeiten, doch äußerte der Generaldirektor der Schweizerischen Rundspruch-Gesellschaft, Marcel Bezencon, der dem Programmkomitee der Tagung vorstand, seine Zuversicht, daß der regelmäßige Austausch neuer Filme über das Eurovisionsnetz in wenigen Jahren möglich sein wird.

Neue UKW-Frequenzverteilung wird vorbereitet (1959)

Wie im Anschluß an die Sitzung der Untergruppe der Studienkommissionen XI (Fernsehen) des CCIR in Genf bekannt wurde, hat die schwedische Post- und Telegraphenverwaltung die europäischen Regierungen, vertreten von den jeweiligen Postverwaltungen, zur nächsten UKW-Frequenz-Konferenz nach Stockholm eingeladen. Als Zeitpunkt wird Ende September 1960 genannt.

Nach den uns vorliegenden Berichten ist mit einer größeren Veränderung der Kanalverteilung in den Fernsehbändern I und III ebensowenig zu rechnen wie mit der erwarteten Ausdehnung des Bandes III um zwei Kanäle (Kanal 12 und 13).

Das dem UKW-Rundfunk vorbehaltene Band II dürfte unter Umständen um 4 MHz bis auf 104 MHz erweitert werden. Der UHF-Bereich (Band IV und V) wird möglicherweise etwa der bisherigen Interimsregelung entsprechen und von 470 bis 790 MHz reichen.

Fraglich ist noch das Weiterbestehen oder der Wegfall der Lücke zwischen Band IV und V von 585 bis 610 MHz. Sollte es bei dem bisher schon von der Deutschen Bundespost praktizierten Verfahren bleiben, so wird der UHF-Bereich weiterhin in 50 je 8 MHz breite Kanäle eingeteilt werden, die dann für die gegenwärtig diskutierten neuen Programmvorhaben im Bundesgebiet zur Verfügung stehen. Das Verteilen der Kanäle auf die einzelnen Sender wäre eine der Aufgaben dieser 2. Stockholmer UKW-Konferenz. Die erste führte bekanntlich 1952 zum heute noch gültigen Europäischen UKW-Plan für die Bänder I, II und III.

Nur noch eine Frage der Zeit: Terravision

Das Fernsehen rund um die Welt ist heute keine Utopie mehr. Die technischen Probleme sind gelöst, so daß die Verwirklichung der Terravision nur noch einige Zeit und - sehr viel Geld für die notwendigen Anlagen erfordert. Das ging aus einer Erklärung hervor, die der britische Generalpostmeister Bevins kürzlich abgab. Wie er weiterhin mitteilte, planen die Länder des Commonwealth, rund um die Welt Spezialkabel zu verlegen, die nicht nur Fernsehsendungen, sondern auch Telefongespräche von Kontinent zu Kontinent leiten. Im Jahre 1961 werde ein zweites Transatlantik-Kabel England mit Kanada verbinden. Vor kurzem hätte auch Australien dem Plan zugestimmt, diese Verbindung durch den Pazifik fortzusetzen.

Nach ergänzenden Angaben eines Sprechers der britischen Postverwaltung wird man die neuen Transozeankabel so ausführen, daß sie auch „verzögerte" Fernsehsendungen übertragen können, die sofort von einem Ereignis aufgenommen und übermittelt, dann aber „gespeichert" und etwa zwei Stunden später weitergegeben werden. Dieses Verfahren ist wegen der Zeitunterschiede zwischen den Kontinenten notwendig. So wurde zum Beispiel der Besuch Chruschtschews in den USA auf diese Weise übertragen.

Wie der Sprecher weiterhin mitteilte, ist die Kabelverbindung zwischen Kanada und Australien voraussichtlich bis zum Sommer 1964 fertiggestellt.

Söhne Arabiens kauften in Bad Nauheim Nordmende- Kofferempfänger

Als König Ibn Saud Ende August dieses Jahres zur Kur in Bad Nauheim weilte, erschienen eines Tages aus seinem Gefolge der Außenminister mit Prinzen und Leibwächtern in dem dortigen angesehenen Fachgeschäft A. John, Stresemannstraße, um die reiche Auswahl an Rundfunk-, Fernseh- und Tonbandgeräten zu besichtigen. Von den Nordmende-Kofferempfängern „Mambo" und „Clipper" waren sie so begeistert, daß sie sofort eine größere Anzahl kauften. Bei dieser Gelegenheit entstanden die hier veröffentlichten Bilder.

WAS MAN UNS SO ALLES "schreibt" :
Absatzförderndes Entzücken

Wieder einmal wurde uns durch eine Zuschrift bestätigt, daß Nordmende- Fernsehgeräte die denkbar beste Empfehlung für den Fachhändler sind, der sie verkauft. Erstens zeigen sie immer ein gestochen scharfes Bild, zweitens arbeiten sie dauerhaft störungsfrei, und drittens wecken sie in jedem Gast des Besitzers den Wunsch, auch einen technisch so vollkommenen Empfänger anzuschaffen.

Früher oder später hat dann der Fachhändler, der das bewunderte Gerät lieferte, die angenehme Aufgabe, diesen Wunsch zu erfüllen. Bitte, lesen Sie selbst, was uns Herr H. Küppers, Wolfenbüttel, am 9. November d. J. (1959) mitteilte: „Heute wird mein "Souverän" drei Jahre alt. Aus diesem Anlaß sage ich Ihnen meinen Dank für Ihr Spitzenfabrikat. Außer einem Sicherungsdefekt habe ich noch keine Störung erlebt.

Alle meine Bekannten und Freunde waren entzückt über Bildqualität und Klang. Folgende Familien haben sich daraufhin ein Nordmende-Fernsehgerät zugelegt: Richard Giesecke, Karl Mellinghaus, Fritz Reinecke, Erwin Simon, Nikolaus Weber, Karl Retkowski. Zum Weihnachtsfest werden wohl noch einige hinzukommen. Meinen "Souverän" kaufte ich bei der Firma Gebrüder Siedentopf, Wolfenbüttel. Mit Ihren Erzeugnissen kann man Ehre einlegen. Ich werde sie deshalb gern weiterempfehlen."
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„Dat Ding is ne Schau!"

Wie groß die Freude ist, die der Nordmende-Kofferempfänger „Minibox" jedem schenkt, der ihn besitzt, geht aus den folgenden Zeilen hervor, die Herr Marcinkowski, Berlin, am 16. Oktober d. J. (1959) an uns richtete:

„Vor etwa zwei Monaten habe ich mir Ihren kleinen Volltransistor ,Minibox' unter ganz großen finanziellen Schmerzen zugelegt. Sie müssen wissen, ich bin Student und wohne mit knapp 21 Jahren ganz allein in Untermiete, also bei ,sehr lieben Leuten'. Ich brauchte eine zweite Seele, und zwar ein Radio,

Werblich erfolgreiches Preisrätsel (1959)

Einen sehr guten Einfall für ein Preisausschreiben hatte die Firma Musik-Mewes in Braunschweig, Am Kohlmarkt. Über das Ergebnis ihrer Werbeveranstaltung berichtete sie uns am 7. Oktober d. J. (1959) wie folgt: „Unser Preisausschreiben, bei dem es sich darum handelte, die Baujahre der ausgestellten alten Geräte und Instrumente zu erraten, ist nun abgeschlossen. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, daß die Veranstaltung einen vollen Erfolg zeitigte und daß die Teilnahme des Publikums außerordentlich groß war.

Sogar das Deutsche Fernsehen (vermutlich war das der NDR), das von dem Preisausschreiben erfahren hatte, brachte am 9. September 1959 in der ,Nordschau' eine Filmreportage, in der die Dekoration und einzelne besonders beachtenswerte Gegenstände in Großaufnahme gezeigt und klanglich vorgeführt wurden. Die Werbewirkung dieser Reportage steht wohl außer Frage. Sollten Sie beabsichtigen, den einen oder anderen Ihrer Geschäftsfreunde aus dem Fachhandel zu einem solchen Preisausschreiben anzuregen, sind wir gern bereit, Ihnen weitere Auskünfte zu geben."

FERNSEH-ALLERLEI 1959
"Auf dem Gipfel der Kultur"

Ein findiger New Yorker Fabrikant brachte unlängst Fernsehgeschirr, Fernsehporzellan und Fernsehbestecke auf den Markt. Die Nachfrage ist so groß, daß die Produktion nicht ausreicht. Das Geschirr, das Porzellan und die Griffe der Bestecke haben einen in der Dunkelheit schwach leuchtenden Überzug, so daß man seine Mahlzeiten bequem und ohne jede Störung vor dem Fernsehschirm einnehmen kann.

Fernsehgerät als Erziehungsmittel

„Wenn ich als Kind unartig war", schrieb ein Leser an eine Londoner Zeitung, „wurde ich für eine halbe Stunde in die Ecke gestellt. Für meine eigenen Kinder habe ich eine sehr viel wirksamere Strafe entdeckt: Sie müssen zehn Minuten lang dem Fernsehgerät den Rücken zukehren."

Dumas drehte sich im Grab herum

Selbst in den Vereinigten Staaten, ("wo") in denen man gewohnt ist, daß die Werbung dick aufgetragen wird, erregte vor kurzem eine Durchsage im Fernsehen die Gemüter. Nachdem das Stück „Die Kameliendame" von Alexander Dumas gesendet worden war, erklärte der Sprecher: „Meine verehrten Zuschauerinnen und Zuschauer! Marguerite wäre nicht gestorben, wenn sie XYZ-Pastillen genommen hätte . . ."

Für die Werkstatt - Technische Beratungsstunde

Praktischer Umgang mit Fernseh-Meßgeräten

19. Aufsatz - (das 2. Programm wird kommen)

In unserem letzten Aufsatz kündigten wir an, daß die folgenden Beiträge dieser Reihe das Thema „UHF" behandeln. Wir erfüllen damit den Wunsch vieler Leser, die sich teilweise schon tagtäglich mit den UHF-Problemen befassen müssen. Aber auch die übrigen Techniker werden unsere Zeilen sicherlich aufmerksam verfolgen, denn nach jüngsten Meldungen der Rundfunkanstalten soll mit dem im UHF-Band geplanten Abstrahlen des 2. Fernseh-programmes in einigen Gebieten noch 1960 begonnen werden. Es ist also höchste Zeit, sich rechtzeitig mit den besonderen Gegebenheiten im „UHF-Neuland" vertraut zu machen.

UHF Converter vorbereiten

In verschiedenen Beiträgen erläuterten wir bereits, wie die Fernsehgeräte auf den Empfang der UHF-Sender umgestellt werden können. Die neueren Geräte das Jahrganges 1959/60 und auch die des Jahrganges 1958/59 lassen sich durch die nachträgliche Montage eines UHF-Tuners leicht umbauen. Die entsprechenden Anweisungen liegen vor und können bei den Nordmende-Werksvertretungen oder -Grossisten angefordert werden.

Doch was tun, wenn trotz sorgfältiger Montage nach dem Einbau kein Empfang festzustellen ist? Hier hilft, wie überall beim Umgang mit Elektronen, nur in seltenen Fällen der berühmte „nasse Finger" weiter. Besser ist der planvolle Einsatz zweckentsprechender Meßgeräte.
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„Meßgeräte im UHF-Band"

Bleiben wir gleich beim Thema „Meßgeräte im UHF-Band". Wie im VHF-Bereich wünscht sich der Techniker auch in den Dezi-Bändern hauptsächlich zwei Meßgeräte zum Messen bzw. überprüfen des UHF-Teiles: einen Wobbler und einen Signal-Generator, auch Bildmuster-Generator genannt.

Im Heft 2 dieses Jahrganges der Nordmende-Zeitschrift kündigten wir den neuen, im Bild 1 gezeigten Nordmende-UHF-Wobbler UHW 967 an. Durch dieses Meßgerät wird das bisherige Nordmende-Meßgeräteprogramm demnächst erweitert. Nach Abschluß der Vorbereitungen ist im Frühjahr 1960 mit der Aufnahme der Serienproduktion zu rechnen.

Beschreibung :

Welche Möglichkeiten in diesem neuen bemerkenswerten Meßgerät stecken, kann man schon nach kurzem Studium der technischen Daten erkennen.

1. Wobbler
Frequenzbereich: 450 MHz - 830 MHz - Ausgangs-Spannung: 0,5 V an 60 Ohm - Ausgangsspannungsregler: stetig regelbar, Abschwächung ca. 80 dB - Wobbelfrequenz: 50 Hz, sinusförmig Wobbelhub: 0 Hz - 50 MHz - HF-Ausgang: Buchse: Typ 3,5 / 9,5 (60 Ohm) - Ablenkspannung für Oszillograph: 170 Volt, symmetrisch regelbar

2. Markengeber
Frequenzbereich: 470 MHz - 820 MHz - Genauigkeit der eingestellten Frequenz: < ± 0,1%.
Markenhöhe: ca. 5% der Wobbelkurve - Markensignalspannung regelbar: 0 - 15V

3. Sonstiges
Röhrenbestückung: PC 86, EF 80, EM 84 - Netzanschluß: 110/125/150/220/240 V Wechselspannung - Leistungsaufnahme: ca. 20W - Abmessungen: 196 X 262 X 360mm - Gewicht: ca. 11kg

VHF wird bleiben

Eines aber ist besonders wichtig und sollte gleich zu Anfang genügend beachtet werden: Der bisher für die VHF-Bänder I und III sowie für die Zwischenfrequenzen benötigte Wobbler wird keinesfalls überflüssig. Im Gegenteil, der UW 957 bleibt das „Standard"- Abgleichsgerät, denn auch nach dem Einführen des zweiten Programmes müssen die meisten Abgleicharbeiten im ZF-Verstärker ausgeführt werden. Selbstverständlich haben die Nordmende-Konstrukteure bedacht, daß sich die meisten Werkstätten in den hinter uns liegenden Jahren den Universal-Wobbler angeschafft haben. Durch einen kombinierten Wobbler wäre also nur unnötiger Aufwand getrieben worden. Außerdem wird der Praktiker schon der Handlichkeit wegen einen getrennten UHF-Wobbler bevorzugen.

Besondere Eigenschaften

Auf welche Eigenschaften kommt es nun beim UHF-Wobbler besonders an? Grundsätzlich ist der UHF-Wobbler mit gleichen Maßstäben wie ein VHF-Wobbler zu beurteilen. Man muß also neben genügender Ausgangsspannung und bequemen Anschlußmöglichkeiten vor allem den frequenzkonstanten Markengeber mit deutlicher Anzeige fordern. Diese Wünsche lassen sich zwar leicht aussprechen, aber ... können sie auch im UHF-Band mit vertretbarem Aufwand erfüllt werden? Wie aus der nachfolgenden Kurzbeschreibung des UHW 967 und dem in Bild gezeigten Prinzipschaltplan zu erkennen ist, besteht diese Möglichkeit durchaus.

Der Wobbel-Oszillator

Der mit der Spanngitter-Triode PC86 bestückte Wobbel-Oszillator überstreicht den Bereich von 470 bis 820 MHz, also den gesamten Bereich des neuen Bandes IV, lückenlos. Der Hub beträgt 50 MHz, überschreitet also den für den Service gewünschten Hub mit reichlicher Reserve und erleichtert somit das Auffinden der Kurve ganz erheblich. Wie später noch beschrieben wird, läßt sich mit diesem großen Hub nebeneinander die Durchlaßkurve und der im Abstand von 38,9 MHz (Zwischenfrequenz) schwingende Oszillator sichtbar machen.

Eine weitere Annehmlichkeit wird der Praktiker besonders erfreut begrüßen: Der Hub bleibt beim Durchstimmen des Wobbel-Oszillators über den gesamten Bereich nahezu konstant. Ein Beispiel soll diesen Vorzug näher erläutern: Beim Messen der Durchlaßkurve des Tuners sei der Hub so eingestellt, daß bei 470 MHz auf dem Schirm des Oszillographen eine (gemessen von Höckerspitze zu Höckerspitze wie im Bild 3) 4cm breite Kurve entsteht. Will man nun schnell die Bandbreite des Tuners in der Skalenmitte bei etwa 600 MHz überprüfen, müßte bei nicht konstantem Hub zunächst wieder die „Entfernung" der Höckerspitzen mit dem Markengeber ermittelt werden. Wenn der Hub jedoch - unabhängig von der Grundfrequenz - konstant, über den gesamten Bereich bleibt, kann man sich darauf verlassen, daß die bei 470 MHz eingestellte Kurvenbreite auch bei 600 oder 800 MHz stimmt. Für exakte Messungen sollte natürlich auf das Nachmessen mit dem Markengeber nicht verzichtet werden.

Vergleich Band 1und 3 zu Band 4

Beachtenswert ist auch die verhältnismäßig hohe Ausgangsspannung von etwa 500 mV an 60 Ohm. Sie erlaubt u. a. das alleinige Wobbein des Tuners ohne den nachgeschalteten ZF-Verstärker. Dieser Punkt ist im Band IV sehr wichtig. Im Gegensatz zum Band I und III müssen im UHF-Bereich über 40 (!) Kanäle - statt 10 im VHF-Bereich - überstrichen werden. Daher scheidet im Band IV der stufenweise zu schaltende Kanalwähler im Empfänger aus.

Ähnlich wie in den Hörrundfunkbereichen kann nur ein Eingangsteil mit kontinuierlicher Abstimmung verwendet werden. Dieses Prinzip stellt aber weitaus höhere Anforderungen an den Gleichlauf des Oszillators und der Eingangskreise. Auf jeden Fall muß also dem Service-Techniker die Möglichkeit gegeben sein, den Gleichlauf zu überprüfen. Wie das im einzelnen mit dem UHW 967 möglich ist, wollen wir später erörtern.
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Der Markengeber

Für den Markengeber gilt im UHF-Bereich derselbe Merksatz wie in den anderen Bändern: Ein noch so guter Wobbler ist wertlos, wenn der Markengeber kein genaues „Orientieren", also Messen der Frequenzen, auf dem Kurvenzug mit Hilfe frequenzgenauer und gut ablesbarer Marken gestattet. Allerdings hört sich diese Binsenweisheit im UHF-Sektor anders als in den früher bekannten Bereichen an, denn selbstverständlich kann man einen Generator bei 100 MHz leichter stabilisieren als bei 600 oder 800 MHz.

Das ist der Grund, weshalb die Nordmende-Konstrukteure im UHW 967 ein gegenüber dem VHF-Wobbler UW 957 andersartiges Prinzip für den Aufbau des Markengebers wählten. Man unterscheidet aktive und passive Markengeber. Der schaltungstechnische Unterschied ist grundlegend: Im aktiven Geber schwingt stets ein Oszillator; man kann daher auch vom Marken-Oszillator sprechen. Durch Überlagerung mit dem Wobbelsender entsteht ein „Schwebungspips", wie er in den Bildern 3 und 4 im gesiebten bzw. ungesiebten Zustand zu erkennen ist.

Neu : der „Schwebungspips

Der passive Markengeber dagegen erzeugt den Pips auf andere Weise. Das Grundprinzip läßt sich am besten verstehen, wenn man sich die Arbeitsweise einer Tonfalle im Zwischen-frequenzverstärker des Fernsehempfängers vergegenwärtigt.

In vielen Fällen ist dort ein auf die zu unterdrückende Tonfrequenz abgestimmter Parallel-Resonanzkreis vorgesehen, der ganz einfach an der Resonanzstelle Energie schluckt und an dieser Stelle das Absinken der Durchlaßkurve verursacht.

Der mit dem Abgleichen eines Fernsehgerätes vertraute Praktiker weiß, daß man die im Kurvenzug entstehende keilförmige Vertiefung je nach Variationsbereich des Abstimmkernes nach beiden Seiten verschieben kann. Bei Fallen mit geringer Kreisdämpfung entsteht ein ganz schmaler Keil, der sogar eine sehr gute Ablesegenauigkeit ermöglicht.

Wie Nordmende es gemacht hat

Demzufolge kann der Spieß umgedreht und ein Wobbler kann von vornherein mit einem als Falle arbeitenden Markenkreis ausgerüstet werden. Bei diesem Verfahren ergeben sich sogar noch folgende Vorteile:

1.Die Schwingröhre selbst und damit auch die durch die Röhre zusätzlich erforderlichen Schaltglieder zur Temperatur-Kompensation entfallen. Auch entstehen keinerlei Schwierigkeiten in der Betriebspraxis durch das sonst unumgängliche Eichen beim
Röhrenwechsel. Dieser Punkt ist gerade im UHF-Bereich sehr wichtig.
2. Der Generator-Kreis wird durch die Schwingröhre nicht belastet.
3. Es können keine wilden Kombinationsfrequenzen durch Überlagerung des Marken-Oszillators mit anderen Frequenzen entstehen.

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Klare Bezeichnung der Chassis-Seiten in den Kundendienstschriften

Zum „Sich-zurecht-finden" des Praktikers sind genaue und gleichmäßige Angaben in den Kundendienstschriften unerläßlich.

Wir überlegen uns daher sehr gründlich, wie wir beispielsweise ein neu hinzukommendes Schaltteil bezeichnen, um spätere Irrtümer nach Möglichkeit auszuschließen. Trotzdem kann es sich einmal in der Praxis ergeben, daß eine Bezeichnung geändert werden muß.

Ein Beispiel sind die Benennungen „Chassis-Oberansicht" bzw. „Chassis-Unteransicht", die wir jetzt in den Schaltbildern wechselten. Die beiden Seiten des senkrechten Chassis hatten wir ursprünglich mit dem Waagrecht-Chassis verglichen, wo ja kein Zweifel über „oben" und „unten" besteht. Auch beim senkrechten Chassis könnte man die alten Bezeichnungen beibehalten, wenn sich nur die Lage des Chassis, nicht aber der sonstige Aufbau verändert. Die Technik der gedruckten Schaltung brachte es jedoch mit sich, daß Röhren und Filter von verschiedenen Seiten auf das Chassis montiert sind, die Röhren nach wie vor von oben, die Filter aber von unten.

Durch die althergebrachte Bezeichnung können Mißverständnisse auftreten. So muß zum Beispiel der Abgleichspunkt „F3 unten" von der Oberseite abgeglichen werden. Noch verwirrender erscheinen die Dinge, wenn der Praktiker das Chassis herausklappt und dann oben und unten vertauscht.

Das ist der Grund, warum in den neuen Auflagen der Reparaturschaltbilder die Bezeichnungen „Rückansicht" und „Vorderansicht" gewählt wurden. Die Rückansicht sieht man nach dem Abnehmen der Rückwand, die Vorderansicht folglich nach dem Herausklappen des Chassis von oben. Wir hoffen, durch diese Umbenennung dazu beigetragen zu haben, daß keine Mißverständnisse mehr beim Suchen eines Einstell- oder Abgleichpunktes vorkommen. Die Bilder 1 und 2 zeigen zwei Ansichten des in der Nordmende-Zeitschrift Nr. 3/VII besprochenen 4-Normen-Chassis 4 N-10, damit sich die neuen Bezeichnungen besser im Gedächtnis verankern.

Erfahrungsgut eines besessenen Tonband-Amateurs in Buchform

Im Franzis-Verlag, München, ist unlängst die 5. Auflage des Buches „Der Tonband-Amateur" von Dr.-Ing. Hans Knobloch erschienen. Jahr für Jahr werden neue, vervollkommnete Modelle von Tonbandgeräten auf den Markt gebracht. Die Produktionszahlen steigen anhaltend.

Im Gefolge der regelmäßig herauskommenden Neukonstruktionen von Tonbandgeräten sind Neuauflagen des ältesten und am stärksten verbreiteten Leitfadens für die Heimton-Praxis zu verzeichnen. Die 5. Auflage des Buches „Der Tonband-Amateur" ist auf den neuesten technischen Stand gebracht und den jüngsten Geräten der Industrie angepaßt. Dieser Ratgeber für die Praxis mit dem Heimtongerät und für die Schmalfilmvertonung ergänzt ausführlich die Bedienungsanleitungen und gibt nützliche Tips für die Ausnutzung des Tonbandgerätes zu Sprach- und Musikaufnahmen, zu Reportagen, Trickaufnahmen und ähnlichem. Der Verfasser ist selbst ein besessener Tonband-Amateur, der seine Tätigkeit vor vielen Jahren mit den ersten Geräten aufnahm; er verfügt deshalb über Erfahrungen in der privaten Anwendung von Tonbandgeräten, die kaum ein zweites Mal zu finden sein dürften.

Diese Erfahrungen sind die Stärke des Buches, der Tonbandfreund kann sie für wenige Mark erwerben. Da das Buch nicht nur die technische Seite der Bedienung und Anwendung behandelt, sondern sich gleich ausführlich mit Vorbereitung, Planung und Regie der Aufnahmen befaßt, ist es in wenigen Jahren zu einem unentbehrlichen Ratgeber der großen Gemeinde von Tonbandfreunden und neuerdings auch der Schmalfilm-Amateure geworden, denen das Tonbandgerät die Vertonung ihrer Filme ermöglicht. Die neue Auflage befaßt sich sehr ausführlich mit diesem immer wichtiger werdenden Arbeitsgebiet, und sie behandelt außerdem die Stereophonie, so daß dem Leser auch die modernsten Zweige seines Hobbys erschlossen werden. (Preis DM 7,80.)

Technischer Informationsdienst

• In der 110°-Technik verwendet man kein geknicktes Strahlsystem mit Ionenfallen-Magneten, sondern unterdrückt die Ionen durch einen stärkeren Metallschirm vor der Leuchtschicht. Aus diesem Grunde müssen die 110°-Geräte mit einer Einrichtung zum Unterdrücken des nach dem Abschalten des Gerätes auftretenden Leuchtpunktes ausgerüstet sein.
• Für die Nordmende-Transistor-Koffer-Empfänger des Baujahres 1959/60 ist jetzt eine Ersatzteilliste erschienen. Aus einer übersichtlichen Tabelle lassen sich Lagernummern und Preise schnell ablesen. Außerdem liegt für jedes Gerät („Minibox", „Mambo", „Clipper", „Clipper K", „Transita") ein Schaltplan bei, auf dessen Rückseite die Abgleichvorschrift zu finden ist.
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„Leitfaden der Transistortechnik" 1959

Ein neues Fachbuch, wertvoll und nützlich :
Ein Thema von höchster Aktualität ist Gegenstand des von Herbert G. Mende verfaßten Buches „Leitfaden der Transistortechnik", das kürzlich im Franzis-Verlag, München, erschien.

Der „Leitfaden" packt die in unzähligen Zeitschriftenaufsätzen und mehreren Büchern behandelte Transistortechnik von der Praxis her an, die bisher in manchen theoretischen Darstellungen zu kurz kam. Daher könnte das Werk auch „Transistor-Praktikum" heißen, enthält es doch - nach einer unentbehrlichen physikalischen Einleitung - all das, was der praktisch tätige Radiotechniker und Elektroniker tagaus, tagein benötigt, was ihm aber in dieser Vollständigkeit und verständniserleichternden Schreibweise bisher kaum geboten wurde. Neben seinen eigenen nicht alltäglichen Transistor-Kenntnissen und seinen langjährigen Erfahrungen hat der Autor mehr als 200 - genauestens aufgeführte - Literaturstellen verarbeitet.
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Der „Leitfaden der Transistortechnik" erschien gerade rechtzeitig, um der fast lawinenartig weiter zunehmenden Anwendung des Transistors den Boden mit zu bereiten, aber doch nicht so früh, daß man um die anhaltende Aktualität seines Inhaltes bangen müßte.

NORDMENDE MESSGERÄTE Lieferprogramm 1959/60

Universal Wobbler  
UW 958...... DM 598.-
Zubehör ...... DM 35.-
UHF-Wobbier UHW 967 . DM 698.-
Universal-Oszillograph  
UO 963...... DM 775.-
Zubehör ...... DM 30.-
Fernseh-Signal-Generator  
FSG 957, bestehend aus:  
Bildmuster-Generator  
FBG 955...... DM 595.-
Zubehör ...... DM 3 -
Fernseh-Träger-  
Generator FTG 956 . . DM 190.-
Zubehör ...... DM 25.-

Das gegenwärtige NORDMENDE Lieferprogramm 1959/1960
RUNDFUNK-EMPFÄNGER

Norma U M.. . . DM 165 -
Norma U M L . . . DM 179 -
Norma U M K . . . DM 179,-
Norma Luxus U M m. ZA..... DM 198 -
Norma Luxus U M L . DM 198 -
Norma Luxus U M K. DM 198 -
Elektra ..... DM 245 -
Turandot..... DM 285 -
Rigoletto..... DM 295 -
Carmen..... DM 338,-
Parsifal..... DM 345 -
Fidelio DM 368 -
Othello-Stereo . . . DM 448 -
Tannhäuser-Stereo DM 495 -
Phonosuper . . . . DM 455,-

Die Typen „Turandot" bis „Phonosuper" sind auf Wunsch ohne Mehrpreis auch in Nußbaum hell matt lieferbar.

KOFFER-EMPFÄNGER

Minibox..... DM 125.-
Ledertasche f. Minibox DM 12,50
Mambo ..... DM 165.-
Clipper..... DM 179.-
Clipper K..... DM 189.-
Transita DM 258.-

KONZERTSCHRÄNKE

Caruso DM 565.-
Cosima Stereo . . . DM 768.-
Cabinet Stereo . . DM 798.-
Casino Stereo . . . DM 898.-
Isabella Stereo . . . DM 998.-
Arabella Stereo . . DM 998.-
Arabella Stereo mit HiFi-Tonbandgerät DM 1663.-
Stereo-Raumklangstrahler 150 . . . DM 185.-

FERNSEH-EMPFÄNGER

Panorama..... DM 695.-
Diplomat..... DM 798.-
Favorit DM 798.-
Konsul...... DM 928.-
Präsident DM 998.-
Hanseat DM 998.-
Roland DM 1098.-
Souverän..... DM 1198.-
Imperator Stereo . . DM 1848.-
Exquisit Stereo . . . DM 2145.-
Fernbedienung . . . DM 25.-

Alle Fernsehgeräte sind auch mit UHF-Empfangsteil lieferbar. Mehrpreis : DM 108.-
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TONBANDGERÄTE

HiFi-Tonbandgerät DM 739.-
Einbau-Chassis . . DM 610.-
Dynamisches Richtmikrofon NM 11/B DM 75.-
Dynamisches Breitbandmikrofon NM 21 DM 127.-
Dynamisches Richtmikrofon NM 19 DM 150.-

(1959 !!) Alle ....

diese Nordmende-Erzeugnisse sind preisgebunden; sie dürfen nur zu den von Nordmende festgesetzten Bruttolistenpreisen angeboten und verkauft werden. Verkauf und Tausch an andere Einzelhändler sowie ein mittelbarer oder unmittelbarer Export sind unzulässig, sofern nicht Nordmende für den Einzelfall vorher schriftlich zugestimmt hat.

Dies und Das aus aller Welt (Dezember 1959)

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  1. GRÖNLAND. Der grönländische Rundfunk plant, an der Ostküste des Landes mehrere kleine Kurzwellensender zu errichten, um die Empfangsverhältnisse des östlichen Teiles der großen Insel zu verbessern. An der Westküste bestehen schon drei Mittelwellensender, von denen der stärkste der Sender Godthab mit 25 kW ist. Wegen der sehr ungünstigen Ausbreitungsbedingungen können diese Strahler jedoch an der Ostküste nicht gehört werden. Erst im Frühjahr 1958 hat der grönländische Rundfunk in Godthab ein großes Funkhaus eingeweiht.
  2. INDONESIEN. Aus geographischen und klimatischen Gründen gab es in Indonesien bisher nur Kurzwellenstationen. Der erste und einzige Mittelwellensender von 2,5 kW Leistung hat unlängst seinen Betrieb aufgenommen. Er wird im Programm für Ausländer in Indonesien und für die Südasien-Sendungen eingesetzt.
  3. ÄGYPTEN. Diu „Stimme der Araber", die von Radio Kairo ausgestrahlt wird, hat ihre Sendezeit von 11 auf 19 Stunden je Tag erweitert. Radio Kairo sendet heute in 25 Sprachen 250 Programmstunden täglich. In absehbarer Zukunft soll die Gesamtsendezeit auf 300 Stunden verlängert werden.
  4. JUGOSLAWIEN. Unlängst hat der vierte Fernsehsender auf dem 1800 Meter hohen Berg Krvavec seinen Betrieb aufgenommen. Wegen der schwierigen Geländeverhältnisse mußten Sender- und Antennenmaterial durch Hubschrauber an den vorgesehenen Standort gebracht werden. Gegenwärtig arbeiten Stationen in Belgrad, Fruska Gora, Zagreb und auf dem Krvavec. Außerdem strahlt in Laibach ein provisorischer Fernsehsender.
  5. ENGLAND. Wie der technische Leiter der BBC in London, Sir Harold Bishop, vor dem Klub der Radio-Industrie in Manchester erklärte, wird die britische staatliche Rundfunkgesellschaft ihre Versuche zum Ausstrahlen stereopho-nischer Sendungen wieder aufnehmen und das örtliche Tonfunksendernetz weiter ausbauen. Nach den Angaben von Sir Harold Bishop sind zur Erzeugung des stereophonischen Klangeffektes zwei Sender erforderlich; er ist jedoch davon überzeugt, daß man bei fortschreitender Entwicklung später auch mit nur einem Sender auskommen wird.
  6. HOLLAND. Für Ende dieses Jahres rechnet man in den Niederlanden mit 580 000 Fernsehteilnehmern. Wenn die gegenwärtige Schnelligkeit der Entwicklung anhält, dürfte die Zahl bis Ende 1963 voraussichtlich auf 1,4 Millionen ansteigen. Die jährliche Fernsehgebühr wird mit Jahresbeginn 1960 von bisher 30 auf 36 Gulden erhöht.
  7. SOWJETUNION. Für die Olympischen Spiele 1960 in Rom sind jetzt die ersten Ubertragungsrechte endgültig vergeben worden. Das Internationale Olympische Komitee ratifizierte die Verträge des italienischen Organisationskomitees mit der CBS (Columbia Broadcasting System), die exklusiv für Kanada und die USA die Senderechte erhalten hat. Die UdSSR beabsichtigt, sich für die Übernahme der Sendungen aus Rom der Eurovision anzuschließen, und zwar durch eine Verbindung mit dem schwedischen Fernsehnetz. Die Übernahme erfolgt über die Relaisstationen Leningrad, Helsinki und Lathi.
  8. AFRIKA. Das erste afrikanische Fernsehprogramm wurde am 31. Oktober d. J. ausgestrahlt; es konnte von den Fernsehteilnehmern in ganz West-Nigeria empfangen werden.
  9. BELGIEN. Die Entrichtung der Jahresgebühr „vergaßen" in Belgien 20°/o der Rundfunkhörer und Fernsehteilnehmer. Da sich der Fachhandel weigerte, vom 1. Januar 1960 an die Käufer von Geräten zu nennen, gab der Kultusminister bekannt, daß nunmehr ein offizieller Fahndungsdienst gegen Schwarzseher eingerichtet wird.
  10. OSTZONE. Das Beispiel des Stuttgarter Fernsehturmes soll nun auch in der DDR eine Nachahmung finden: In Radebeul bei Dresden ist die Errichtung eines Fernsehturmes von 211 Metern Höhe vorgesehen. Auch dieser Turm soll in seinem oberen Teil eine Gaststätte aufnehmen, die rund 150 Menschen Platz bieten wird.
  11. SCHWEIZ. Von der Schweizer Postverwaltung wurden im Berner Oberland auf der Hornfluh bei Saanenmöser vier neue UKW-Sender in Betrieb genommen. Es handelt sich um eine Doppelstation für die Ausstrahlung der beiden deutschsprachigen Programme Beromünster (Kanal 30 und 39) und des westschweizerischen Landessenders Sottens (Kanal 15 und 2). Gleichzeitig wurde der provisorische UKW-Sender in Gstaad stillgelegt. Die Zahl der Schweizer UKW-Sender hat sich nunmehr auf insgesamt 45 erhöht. In deutscher Sprache strahlen 30 Stationen Hörfunkprogramme aus, in französischer neun und in italienischer sechs.
  12. NORWEGEN. Wie Stockholmer Zeitungen berichten, werden in Oslo nach den ersten geglückten Sendungen der sogenannten „Nordvision" täglich 30 Fernsehgeräte verkauft. In Norwegen sind zur Zeit 2631 Fernsehempfänger bei der Post angemeldet.
  13. ÖSTERREICH. Seit dem 6. Oktober d. J. strahlt das österreichische Femsehen sein Programm täglich aus. Bislang war der Dienstag zur Kosteneinsparung immer sendefrei.
  14. GRIECHENLAND. Erneut hat Griechenland seine Fernseh-Vorhaben aufgeben müssen. Vor einigen Jahien begann man mit Versuchen und arbeitete Pläne aus, die aber nicht verwirklicht werden können, weil es an Geldmitteln fehlt.
  15. FRANKREICH. Am 3. November 1959 wurde für Toulouse und Umgebung vom technischen Leiter der RTF, General Leschi, ein Fernsehsender Toulouse-Pech-Bonnieu eingeweiht.
  16. ITALIEN. In diesem Jahr sind in Italien bis jetzt 425 000 Fernsehteilnehmer neu hinzugekommen. Im Vorjahr waren es 300 000. Die Zahl der Schwarzseher schätzt man sehr hoch.
  17. BULGARIEN. Am 7. November d. J. strahlte der neue Fernsehsender Sofia sein erstes Programm für Bulgarien aus. Vorerst sendet er nur zweimal in der Woche.
  18. UNGARN. Zur Zeit gibt es in Ungarn rund 2,1 Millionen Rundfunkhörer und etwa 30 000 Fernsehteilnehmer.

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1959 : FERNSEH-NEUIGKEITEN FÜR...

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  1. Niederbayern
    Auf demBrotjacklriegel im Bayerischen Wald ist kürzlich der neue Rundfunkturm des Bayerischen Rundfunks errichtet worden. Er besteht aus Stahlbeton, hat eine Höhe von 100,3 Metern und verläuft im oberen Teil parabolisch, im unteren zylindrisch. Sein Gewicht beträgt 2000 Tonnen. Er enthält fünf Plattformen für die Aufstellung von Richtantennen. Mit dieser neuen Sendeanlage soll die letzte große Versorgungslücke im bayerischen Fernsehnetz geschlossen und der Empfang für den Landesteil Niederbayern gesichert werden.
  2. Michelstadt und Erbach
    Seit dem 5. November 1959 strahlen in Michelstadt (Odenwald) und Erbach (Odenwald) neue Umsetzer des Hessischen Rundfunks das Fernsehprogramm aus. Mit den derzeitigen Senderanlagen des Hessischen Rundfunks wird die Bevölkerung Hessens zu mehr als 90 Prozent mit dem Fernsehprogramm versorgt. Der übrige Teil wohnt in gebirgigen Gegenden, die jedoch auch nach und nach in die Fernsehversorgung einbezogen werden sollen. So sind u. a. für das kommende Jahr drei Sender für das Odenwaldgebiet mit den Standorten Höchst, Bad König und Birkenau vorgesehen.
  3. Schleswig-Holstein
    In Heide (Holstein) ist zur besseren Fernsehversorgung der Bau eines Senders geplant, der wahrscheinlich schon Ende dieses Jahres seine Tätigkeit aufnehmen kann. Er wird im Bereich III, Kanal 10, mit einer Leistung von 25 kW arbeiten. Mit Rücksicht auf den dänischen Fernsehsender Skiva ist vorgesehen, die Leistung in nördlicher Richtung auf 0,05 kW zu verringern.
  4. Gemünd
    Anfang November hat der Westdeutsche Rundfunk für die Stadt Gemünd einen in Kanal 6 arbeitenden Fernsehumsetzer mit vertikaler Polarisation in Betrieb genommen. Die bisherige Umlenkantenne in Kanal 9 wurde sofort stillgelegt, weil sich sonst starke Störungen bemerkbar gemacht hätten.
  5. Münster i. W.
    Im Sommer 1960 wird der Fernsehsender Münster, der zunächst mit 100 kW abgestrahlter Leistung arbeitet, auf rund 250 kW verstärkt. Das Programm auf Kanal 18 ist dann etwa bis zur Linie Bottrop - Essen - Dortmund - Soest - Beckum zu empfangen.
  6. Cleve
    Der WDR plant für den Raum Cleve die Errichtung eines Senders in Band IV, der Anfang 1960 fertig sein soll.
  7. Und zuletzt ein "Guter Rat aus Berlin"
    "Geld ist vorhanden! Für Auslandsreisen wurden in diesem Jahr 1045 Millionen DM ausgegeben. Dieser Aufwand hat sich gegenüber 1957 fast verdoppelt. Mithin Werbung und immer wieder Werbung für unsere Artikel!" - So zu lesen in den November-Hausmitteilungen „Tonscholz funkt . . ." der Rundfunk - Großhandlung Paul Scholz, Berlin.

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Ausstrahlung eines zweiten Fernsehprogrammes schon im Herbst 1960 ?

Ungeachtet des Meinungsstreites um das geplante Bundesrundfunkgesetz, haben die Bundespost und die Rundfunkanstalten ihre Vorbereitungen für den Bau einer zweiten Fernsehsenderkette fast abgeschlossen. Schon vor längerer Zeit begann die Bundespost mit der Errichtung der erforderlichen Sender für das zweite Fernsehprogramm.

Möglicherweise wird die erste Ausbaustufe mit 29 Sendern bereits Ende 1960 fertig sein. Wenn auch diese Senderkette als Ganzes voraussichtlich erst im Januar 1961 in Betrieb genommen werden kann, so ist es doch wahrscheinlich, daß sich ein von den Rundfunkanstalten unabhängiges Programm bereits im Herbst 1960 ausstrahlen läßt. Vermutlich wird man dieses Programm in den Raum senden, der die größte Fernsehdichte in der Bundesrepublik aufweist.

Aber auch die Rundfunkanstalten haben für das zweite Fernsehprogramm Entwürfe für eine zweite Senderkette ausgearbeitet. Der Bayerische Rundfunk plant z. B. drei Ausbaustufen. In der ersten Stufe sind zunächst zwei zusätzliche Sender vorgesehen, die es jedoch ermöglichen würden, 65 Prozent der Fernsehteilnehmer mit dem zweiten Programm zu versorgen. Mit drei weiteren Sendern in der zweiten Stufe könnten bereits 80 Prozent der Teilnehmer das zweite Programm empfangen. Mit den nächsten vier Sendern würden 90 Prozent der Teilnehmer erreichbar sein.

Beim Norddeutschen und Westdeutschen Rundfunk haben die Rundfunkräte die erforderlichen Mittel schon genehmigt; beim Bayerischen Rundfunk steht diese Genehmigung noch aus. Wegen der getrennten Planungen der Bundespost und der Rundfunkanstalten wird es nicht für ausgeschlossen gehalten, daß die technischen Anlagen sogar zu einem dritten Programm führen können.

Dez. 1959 - "Freud und Leid IM KUNDENKREIS"

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Die Firma Stassen & Amelung, Kleve, Große Straße 72, eröffnete am 31. Oktober 1959 ihr neues großes Elektrohaus. An diesem Tage beging das Unternehmen, dessen Aufgabengebiet sich mit dem Einzug in den Neubau bedeutend erweiterte, das Jubiläum seines 40jährigen Bestehens. In den ansprechend gestalteten und behaglich eingerichteten Geschäftsräumen, die auf drei Etagen verteilt sind, ist vom Bananenstecker bis zur Fernsehtruhe alles zu sehen und zu kaufen, was zum Elektrofach gehört. Im Erdgeschoß befindet sich - das steht im weiten Umkreis einzig da - ein Selbstbedienungsladen für Elektro-artikel, sozusagen ein Paradies für Bastler. In einem geräumigen Schaufenster, das Durchblick in zwei Verkaufsetagen gestattet, ist die reichhaltige Auswahl an Rundfunk-, Fernseh- und Elektrogeräten sowie an Zubehörteilen aller Art wirkungsvoll ausgestellt. Das alteingesessene Fachgeschäft, das in der Emmericher Straße 26 noch eine Filiale unterhält, genießt bei Kunden und Lieferanten einen ausgezeichneten Ruf. *
Am 1. Dezember 1959 feierte die Firma Heinrich Schmithüsen & Sohn, Xanten, Marsstraße 55, ihr 35jähriges Bestehen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Unternehmen durch Zerstörungen schwere Verluste. Aber nun verfügt die Firma in einem neu errichteten Haus über modern ausgestattete Geschäftsräume, die wesentlich größer sind als die alten. Mit der tech-
nischen Leitung ist der Sohn des Inhabers betraut, dem auch die vorbildlich eingerichtete Werkstatt untersteht. Der motorisierte Kundendienst arbeitet ebenso schnell wie zuverlässig und leistet so einen wertvollen Beitrag zur Zufriedenheit der zahlreichen Kunden.
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Ein Vierteljahrhundert bestand am 1. Dezember 1959 die Firma Radio-Röhrig, Oberhausen, Lothringer Str. 4, die am gleichen Tage im eigenen Neubau ein Fachgeschäft eröffnete, das in seiner Architektur und Ausstattung das modernste am Platze ist. Eine große Passage und ein geräumiges Schaufenster bieten der Firma vorteilhafte Werbe- und Ausstellungsmöglichkeiten. Der Gründer und Inhaber, Herr Ewald Röhrig, ein tüchtiger Kaufmann und erfahrungsreicher Fachhändler, hat sein Unternehmen in den verflossenen 25 Jahren tatkräftig und mit beachtlichem Erfolg geführt. Er erwarb sich das Vertrauen eines ausgedehnten Kundenkreises und genießt in der Fachwelt einen sehr guten Ruf.
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Vier Jahrzehnte bestand im Oktober 1959 die Firma Hermann Jamann, Bad Godesberg, Rheinstraße 7. Der Inhaber des Unternehmens, Herr Hermann Jamann, ist als Könner auf dem Rundfunk-, Fernseh- und Elektro-gebiet bekannt und erfreut sich großer Wertschätzung.
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Der Seniorchef des großen und angesehenen Rundfunk- und Elektrofachgeschäftes F. W. Wraffenschmidt, Brühl bei Köln, Uhlstraße 78, verstarb am 8. November d. J. nach längerer Krankheit. Dem Entschlafenen war es noch vergönnt, am 1. September 1959 am Jubiläum seiner Firma zum 40 jährigen Bestehen teilzunehmen. In Berufskreisen galt er als hervorragend tüchtiger Rundfunk- und Elektrofachmann und stand in hohem Ansehen.
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Die Firma Elektro-Radio-Kersten, Emmerich (Rhein), Kaßstraße 59-61, eröffnete am 28. November 1959 zwei Häuser neben dem bisherigen Geschäft einen Laden im eigenen Neubau. Die Verkaufsräume sind "im Stil der Gegenwart" entsprechend aufgemacht und eingerichtet. Der Inhaber, Josef Kersten, gründete seine Firma erst vor wenigen Jahren. Er verstand es, sie durch Fleiß und Tüchtigkeit zur heutigen Größe zu entwickeln. Sein vorzüglicher Ruf und das Vertrauen zahlreicher Kunden sind das Ergebnis einwandfreier Geschäftsführung und gediegener Werkstattarbeit.
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Am 15. Oktober 1959 eröffnete die Firma Radio-Kirsch, Duisburg-Meiderich, von-der-Mark-Straße 49a, einen durch Anbau gewonnenen neuen Verkaufs- und Ausstellungsraum. Die mit modernsten Geräten ausgerüstete Werkstatt und die fachmännische Kundenberatung in allen technischen Fragen haben wesentlich zur fortschrittlichen Entwicklung der Firma beigetragen. Der Inhaber, Ing. Hans Kirsch, gehört als technischer Kaufmann zu den Pionieren der Rundfunkwirtschaft. *
Die Firma Heig-Walk & Weber in Heidelberg bezog unlängst ihren repräsentativen Neubau, den sie errichtet hat, um den ständig wachsenden Bedürfnissen ihrer Kundschaft besser gerecht werden zu können. Das Unternehmen, das nun über moderne Ausstellungsund weitflächige Lagerräume verfügt, hat seine führende Stellung von Jahr zu Jahr gefestigt und gehört zu einer der ältesten und bedeutendsten Fachgroßhandlungen im Räume Heidelberg. In der Rundfunkwirtschaft hat der Name der Firma Heig-Walk & Weber einen guten Klang.
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Die Rheinische Elektrizitäts-Handelsgesellschaft, Bonn, Römerstraße 214 bis 216, entwickelte sich in den letzten Jahren unter der zielstrebigen und tatkräftigen Leitung ihrer Inhaber, der Herren Palm und Heilmann, so erfolgreich, daß in Bonn-Nord ein größerer Neubau errichtet werden mußte, um einen glatten Ablauf des ausgedehnten Geschäftsbetriebes zu sichern. Die unlängst von dem Unternehmen bezogenen Büro-, Verkaufs- und Lagerräume sind übersichtlich angeordnet und im Stil der Neuzeit gestaltet. Die Rheinische Elektrizitäts-Handelsgesellschaft erfreut sich in der gesamten Fachwelt eines ausgezeichneten Rufes.
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Die Firma Radio-Zettelmeyer, Beuel, Lessingstraße 27, bezog am 1. Oktober d. J. 1959 in unmittelbarer Nähe ihres bisherigen Sitzes neue Geschäftsräume. In einer mustergültig eingerichteten Werkstatt werden alle Instandsetzungsarbeiten an Rundfunk- und Fernsehgeräten sorgfältig ausgeführt. Das Fachgeschäft Radio-Zettelmeyer genießt bei Kunden und Lieferanten hohes Ansehen.
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Am 20. November d. J. bezog die Firma J. Heinrich Zerfass, Wuppertal-Elberfeld, Hofkamp 100, ihre bedeutend erweiterten Geschäfts- und Lagerräume. Tadellose Betriebsführung und zuverlässiger Kundendienst haben dem Unternehmen einen ausgezeichneten Ruf eingetragen.
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Dez. 1959 - NACHRICHTEN aus den Verkaufsgebieten

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Generalvertretung Saarbrücken:
Durch die finanzielle Hilfe der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Rundfunkanstalten und durch das seit der wirtschaftlichen Rückgliederung des Saargebietes sprunghafte Anwachsen der Fernsehteilnehmer haben sich dem Saarländischen Rundfunk neue Möglichkeiten erschlossen, seine Fernseheinrichtungen auszubauen. Seit der ersten Fernsehsendung durch Tele-Saar zu Beginn des Jahres 1954 bis zur wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes im "Juli 1959" (das war der Tag X) war die Zahl der saarländischen Fernsehteilnehmer sehr zögernd bis auf rund 5.600 angestiegen. In den vergangenen drei Monaten seit dem "Tage X" hat sich dagegen die Fernsehteilnehmerzahl auf etwa 12.000 erhöht. Bis zum Jahresende rechnet man mit einem weiteren Ansteigen auf rund 20.000 Teilnehmer. Diese Entwicklung schreibt man der Tatsache zu, daß die Fernsehgeräte seit der Rückgliederung erheblich billiger geworden sind und daß die Empfangsmöglichkeiten ständig verbessert werden konnten.

Die 16 Millionen DM, die von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Rundfunkanstalten für die Rundfunkarbeit im jüngsten Bundesland bereitgestellt wurden, ermöglichten dem Saarländischen Rundfunk, nach der Errichtung eines starken Mittelwellensenders nun auch mit dem Bau einer eigenen Fernsehanlage zu beginnen. Einen neuen Fernsehsender mit einer Antennenleistung von 100 kW, der sich mitten im Lande befindet, hat der Saarländische Rundfunk schon in Betrieb genommen.
Für die neuen Hörfunk- und Fernsehstudios auf dem Halberg bei Saarbrücken wurde bereits mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen.
Bruno Lietz
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1959 - Rund um die WERBUNG

Anmerkung : Wir dürfen nicht vergessen, vergleichende Werbung war bis zur Jahrtausendwende strickt verboten und bot immer wieder zu unzäligen Prozessen Anlaß.
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Werbetrick mit Fernsehgeräten

Ein Frankfurter Rundfunkhändler hatte in der Morgenzeitung ein Fernsehgerät für DM 698,- angeboten.

Anmerkung : Schaun Sie mal in die Nordmende und Grundig Preise rein, dann est wird die Schlagkraft dieser 698. DM plausibel.
 
Als ein Kunde einige Stunden nach Erscheinen des Blattes den Empfänger kaufen wollte, erklärte man ihm, das letzte Gerät dieser Art sei eben verkauft worden - und man werde dieses Fabrikat auch nicht mehr hereinbekommen. Gleichzeitig bot man ihm das angeblich ausverkaufte Gerät für DM 100,- teurer an und war großzügig bereit, bei Barzahlung rund DM 50,- nachzulassen.

Vor dem Landgericht Frankfurt/M. (2/6 Q 7/59) stellte sich dann der wahre Sachverhalt heraus: Der Lieferant der Fernsehgeräte hatte nämlich kurz nach Veröffentlichung der Zeitungsanzeige gegen die Preisunterbietung Einspruch erhoben, worauf der Händler versicherte, nicht mehr zu diesem niedrigen Preis zu verkaufen.

Aber den Mut, die irreführende Anzeige zu berichtigen und dem Kunden die Wahrheit zu sagen, brachte er nicht auf. Das Gericht hielt ihn jedoch an seiner eigenen Werbung fest und entschied, er habe eine nach den Wettbewerbsvorschriften verbotene Irreführung und Anlockung von Kunden begangen.

Außerdem habe er mit dem Nachlaß von DM 50,- gegen das Rabattgesetz verstoßen. Dr. O. G.

1959 - Hier genehmigt, dort verboten

Von den Bauaufsichtsämtern werden Reklameschilder nur genehmigt, wenn sie Ausdruck "anständiger Baugesinnung" und "werkgerechter Durchbildung" sind und sich einwandfrei in die Umgebung einfügen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (OS IV 56/57) hat unter Berufung auf diese gesetzliche Vorschrift für das Anbringen eines blau-weißen Reklameschildes an einem Fachwerkhaus die Genehmigung versagt. Den Hinweis, das Schild sei an anderen Orten nicht beanstandet worden, tat er mit folgender Begründung ab:

Es erscheine durchaus möglich, daß ein und dieselbe Außenwerbung in einer Geschäftsgegend ohne weiteres tragbar sei, in einem Wohngebiet oder in dörflicher Umgebung aber als störend empfunden werde. An dem Fachwerkhaus, das noch dazu in einer sehr schönen Landschaft liege, könne das Anbringen des Schildes auf keinen Fall gestattet werden, weil die weißen und blauen Farben des Schildes zu dem warmen, gelben Ton des Putzes und dem rotbraunen Anstrich des Holzfachwerks in einem derart starken Gegensatz stünden, daß das Schild, insbesondere auch wegen seiner Größe, unter dem Blickpunkt der anständigen Baugesinnung als störend empfunden werde. Dr. -er.

Geschmackvolle und nützliche Dinge für die Werbung des Fachhandels

Ein Prospektständer, den wir vor Jahren herausbrachten, fand großen Anklang. Da es jetzt gesonderte Druckschriften über Rundfunkgeräte, Fernsehempfänger, Truhen usw. gibt, wurde dieser neue dreistufige Ständer entwickelt, der die Nordmende-Prospekte übersichtlich griffbereit hält. Er kann an die Wand gehängt oder auf den Ladentisch gestellt werden. In jedem Falle ist er ein nützlicher Helfer und ein schmückender Blickfang.

Für die beliebten Nordmende-Transistorgeräte wirbt dieses blickbannende Dekorationsstück.

  • Anmerkung : Da wird in eine vermeintlich neutrale Aussage das Wort "beliebt" eingepflanzt. Diese frühen Nordmende Transistorgeräte waren mitnichten sehr beliebt, weil auch Normende erst noch viel lernen mußte, bevor sie mit dem Marktführer GRUNDIG konkurrieren konnten.


Wenn die rechte Seite leicht nach vorn gekantet wird, tritt die ausgestanzte Fläche mit dem „Mambo" plastisch hervor. Die Rückseite der „Mambo"-Fläche ist mit einer kleinen Papplasche ausgestattet. Steckt man sie durch die Aussparung, dann gibt sie dem Aufsteller große Standfestigkeit. Das Dekorationsstück eignet sich vortrefflich für Schaufenster.
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Dieser farbenprächtige Aufsteller zeigt die Flaggen einiger Länder, in die Nordmende-Geräte exportiert werden. Der Text „Nordmencle in über 100 Ländern" sowie die graphische Darstellung betonen die weltweite Bedeutung des Nordmende-Werkes.

  • Anmerkung : Also Nordmende kannte in den USA niemand, in Amerika insgesamt auch nahezu niemand. Selbst außerhalb Deutschlands war Nordmende nahezu unbekannt - also reines Wunschdenken.


Der Aufsteller kann überall eingefügt werden.

Zum Jahreswechsel geben wir diesen Wandkalender mit Tagesabreißblock heraus. Er ist nicht für Verbraucher, sondern nur für Nordmende-Geschäftsfreunde bestimmt. Hängt man ihn an einem geeigneten Platz im Geschäft auf, zum Beispiel neben der Kasse, erweist er sich als belebende Zierde und als ansprechende Werbung.
Bitte, fordern Sie diese Werbemittel bei Ihrem Nordmende-Grossisten oder bei der zuständigen Nordmende-Werksvertretung an.

Das Impressum 1959 : Am Mikrophon: Nordmende.

Eine alle sechs bis acht Wochen erscheinende Zeitschrift für den Rundfunk - Groß - und Einzelhandel. Herausgeber: Norddeutsche Mende Rundfunk KG, Bremen - Hemelingen, Diedrich - Wilkens - Straße 39-45, Fernruf: Sammel - Nummer 44 72 41, Fernschreiber: 0244485,

Redaktion: Paul Dingos, Wiesbaden, Gustav-Adolf-Straße 1, Fernruf: 2 07 79. Graphische Gestaltung: Atelier für Wirtschaftswerbung, Wiesbaden, Rüdesheimer Str. 12.

Druck: Wiesbadener Kurier Druckhaus- und Verlags - G. m. b. H., Wiesbaden, Langgasse 21. Pressedienste: fff, Hamburg 1, Ernst-Merck-Straße 12-14, und RSH, München 19, De-la-Paz-Straße 77.

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