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Die Japaner erstürmen den deutschen Video-Recorder Markt

Das off-duty cover aus 1976 !! noch nicht 1978 - Hier steht viel Wahrheit aus 1976.

Vorab erst mal einen Blick auf ein ganz besonderes Hifi- Magazin, ein Anzeigen-Magazin für die US-Militär- angehörigen hier in Europa und speziell für deren Freizeit- gestaltung. In diesem Magazin, das uns ab 1972 vorliegt, scheibt der Chefredakteur Walter Rios über den amerika- nischen Elektro-Markt und die hier den Soldaten angebotenen sehr preiswerten zoll- und steuerfreien Hifi- und Audio-Geräte. Und er schreibt zwischen den Zeilen, daß es in den USA eine mittelschwere Rezession zwischen 1974 und 1976 gegeben habe. Das hatte die Japaner mit ihren gigantischen Fabriken sehr hart getroffen und so musste endlich auch der europäische Markt gnadenlos "aufgerollt" werden.
Und damit fing es an. Herr Matsushita kündigte an, bis zu 15 Milionen Videorecorder in Europa absetzen zu wollen (man höre und staune) ---- PRO JAHR --- !! Am Ende waren es weit über 55 Millionen Recorder, die wir ab den Jahren 2000 und danach nun auf unsere Kosten selbst entsorgen "dürfen".

Es folgt ein erster Bericht über den VHS PAL-Recorder 1978

Grundig und Philips Geräte und den größten Grundig Flop aller Zeiten kennen die Fernseh- spezialisten bereits, nämlich die 120.000 VCR Recorder, die nach 4 Stunden bereits nicht mehr gingen, weil dort in der Lade-Mechanik ein ausgasendes Fett verschmiert wurde.

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KlangBild Mai 1978 - KlangBild erprobt:
DIE ZEITMASCHINE - Video-Kassettenreconder HR-3300EG von JVC

Die Zeitmaschine macht es in Science-Fiction-Filmen möglich: Ein Blick in die Zukunft gefällig? Ein Knopfdruck genügt. Oder ein Blick in die Vergangenheit? Auch hierfür ist ein Knopf vorhanden. Wer wünschte sich also nicht, ein solches Gerät zu besitzen.

Von den Amerikanern stammt die gar nicht so abwegige Anwendung dieses Begriffs auf ein neues Gerät des Elektronik-Konsumsektors, auf den Videorecorder. Er macht nun bei (laufenden) Bildern möglich, was das Tonbandgerät bei Tönen schon längst kann: Flüchtiges speichern und zur gewünschten Zeit wiedergeben. Wobei die Löschmöglichkeit - im Gegensatz zum Film - einen materialsparenden Betrieb ergibt.

Videorecorder für den professionellen Bereich (MAZ = magnetische Aufzeichnung im Gegensatz zur FAZ = Filmaufzeichnung) gibt es schon seit einigen Jahren, genauer: seit ungefähr 1956. Es handelte sich hierbei aber um große Geräte, die für den Heimgebrauch ungeeignet waren - auch wegen des Preises.

Ein Rückblick auf 1970 - das VCR System

1970 startete das europäische VCR-(Video-Cassetten-Recording-) System. Philips und Grundig waren von Anfang an mit einer eigenen Entwicklung beteiligt. In Europa wurden innerhalb einer relativ kurzen Zeit eine viertel Million dieser Geräte verkauft.

Im April 1975 kamen die Japaner mit Betamax (Sony) und VHS (Video- Home- System) heraus. Der längeren Spielzeit dieser Systeme setzte VCR im Jahre 1977 das VCR-LP (Longplay) entgegen. Hierbei verzichtete man, wie dies die japanischen Systeme auch tun, auf den Rasen zwischen den Spuren.

Diesen Rasen brauchte man aber zur Vermeidung des „Übersprechens" zwischen den Spuren. Durch den Trick mit der Neigung des Kopfspaltes zwischen den jeweiligen Nachbarspuren ist die notwendige Entkopplung jedoch gewährleistet.
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Erst in diesem Frühjahr kommen aber die japanischen Systeme nach Pal-Norm auf den Markt. Heute wollen wir Ihnen den neuen Videorecorder HR-3300 EG von JVC vorstellen (siehe auch Titelbild). Unter den in Europa vorgestellten Videokassetten-Geräten fällt dieser Recorder als besonders klein auf; er hat die Abmessungen 45,3cm x 14,7cm x 31,4cm.
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Die Kassette und das Bandmaterial

Das Bandmaterial befindet sich in einer Kassette mit den Abmessungen 18,8cm x 10,4cm x 2,5cm. Der Bandauslauf ist durch eine Klappe abgedeckt, so daß das Bandmaterial berührungssicher aufgehoben ist. Die Klappe wird im Gerät automatisch geöffnet und danach (das band) M-förmig um die Kopftrommel gelegt. Weswegen Kopftrommel, beschreibt der nächste Abschnitt.

Audio kontra Video

Unter den Senderwahltasten 1 bis 8 mit ihren grünen LED-Leuchtanzeigen befinden sich von rechts nach links: der Netzschalter mit den drei Stellungen Aus (unten), Ein (Mitte) und Schaltuhrbetrieb (oben). Links davon ist die Netzkontrollampe, daneben liegt der Schalter für den eingebauten Sender (Modulator). In Stellung „TV" wird das Antennensignal unbeeinflußt „durchgeschleift". Der linke Schalter ist der Aufnahmewahlschalter. Seine Normalstellung dürfte TV sein.
Der Videorecorder mit geöffnetem Kassetten- schacht. In diesen führt man die VHS-Kassette wie bei Toplader-Kassettenrecordern ein.

Leider kann man beim Videorecorder nicht wie bei einem Tonbandgerät mit festen Tonköpfen arbeiten. Dies aus folgenden Gründen:

Um bei einem Tonbandgerät (und konventionellem Bandmaterial) die höchste Frequenz von 20.000 Hz übertragen zu können, benötigt man eine Bandgeschwindigkeit - bei noch praktisch realisierbaren Spaltbreiten des Magnetkopfes - von 19cm/s.

Bei der Bildaufzeichnung müssen jedoch Frequenzen bis hinauf zu 3 MHz und mehr aufgezeichnet werden. Dies würde dann einer Bandgeschwindigkeit von 28m/s entsprechen. Für eine Aufzeichnungsdauer von nur 1 Minute wären über 1.700m Bandmaterial vonnöten. Abgesehen vom Preis des Bandmaterials brächte die hohe Bandgeschwindigkeit große Probleme mit der Bandführung mit sich. Ohne Hilfe von Pneumatik ist da kaum etwas zu machen. Und ein Kompressor im Wohnzimmer ...

Da es im Endeffekt nur auf die Relativgeschwindigkeit zwischen Magnetkopf und Bandmaterial ankommt, führt man das Band mit einer relativ geringen „absoluten" Bandgeschwindigkeit (bei VCR sind es 6,56 cm/s, bei VHS sind es 2,34 cm/s) am Magnetkopf vorbei, läßt diesen, genauer: zwei von diesen, auf einer Kopftrommel rotieren und - durch entsprechende Bandführung - schräge Spuren auf das Band aufzeichnen. Dadurch erreicht man eine weit höhere „relative" (Video-) Bandgeschwindigkeit. Bei VCR sind das 8,18 m/s bei VHS 4,84 m/s. Die Spurbreite beträgt nur 49um, der Audio-Spur steht eine Breite von 1mm zur Verfügung.

Der Anschluß des Recorders

Der Anschluß des Videorecorders an Fernsehgerät und Antenne stellt kein Problem dar. Erst recht nicht, wenn das Verbindungskabel zur Antennensteckdose auf der Empfängerseite der neuen Norm entspricht, also koaxiale Steckverbindungen hat.
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  • Bild rechts : Das Anschlußteil an der Hinterseite des Video- recorders: links oben der Netz-Hauptschalter, darunter der Spannungswahlschalter und ganz unten die Netzbuchse. In der oberen Reihe von links nach rechts die Antennenbuchse, der Eingang für die Fernsehkamera und daneben die Tonband-Ein- und -Ausgangsbuchse. Unter der Videobuchse der Wahlschalter für Farbe, automatische Umschaltung und Schwarzweiß (für Schwarzweiß-Betrieb steht eine etwas bessere Auflösung, d. h. größere Schärfe, zur Verfügung). Darunter der Video-Ausgang - für evtl. zukünftige Fernsehgeräte mit Video-Eingang. Rechts unten liegt die Buchse für den Anschluß des Fernsehgerätes. Das Verbindungskabel ist beigepackt.

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Besitzt man ein älteres Fernsehgerät mit der älteren Steckverbindung und davorgeschalteter Frequenzweiche, muß statt dieser ein Koaxialstecker montiert werden.
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Statt in die Antennenbuchse des Fernsehgerätes wird der Stecker in die Buchse Antenne des Videorecorders eingesteckt. Ein mitgeliefertes (schwarzes) Antennenkabel verbindet den Videorecorder mit dem Fernsehgerät.

Hier besteht auch schon der entscheidende Unterschied zwischen einer Tonbandaufnahme und einer Videoaufnahme. Da Fernsehgeräte normalerweise keine Video- und Toneingänge haben (wie das z. B. bei der Tonbandbuchse von Rundfunk-Empfängern der Fall ist), werden Videorecorder an der Antennenbuchse des Fernsehgerätes betrieben.
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Die spätere typische Video-Buchse gab es so noch nicht

Aus diesem Grunde braucht ein Videorecorder - zumindest heute noch - einen eingebauten Sender (Hf-Modulator), der das Bild- und Tonsignal für Antennenbetrieb aufbereitet. Dieser Sender wird mit der Schalterstellung „Video" eingeschaltet.

Dieser Sender arbeitet bei dem HR-3300 EG auf Kanal 45 im UHF-Bereich. Man muß also eine Stationstaste des Fernsehgerätes auf diesen Kanal einstellen; noch besser: vom Fachhändler einstellen lassen; denn dies ist nicht ganz einfach, sofern man nicht über eine bespielte Kassette verfügt. Ist dieser voreingestellte Kanal belegt, kann der Händler auf Nachbarkanäle ausweichen. Neuere Fernsehgeräte haben meist eine Taste, die besonders für Videorecorder-Betrieb geeignet ist (das steht in der Gebrauchsanleitung).
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Die Wiedergabe

Eine bespielte Kassette kann man nun schon wiedergeben. Bei eingeschaltetem Videorecorder drückt man die Taste Play und schon läuft die Sache. Vor-, Rückspulen, Pause und Stop - und auch die Aufnahme, aber soweit sind wir noch nicht - erfolgen wie bei Audio-Kassettenrecordern; das Bandzählwerk mit Memory-Einrichtung (Funktion nur beim Rückspulen)ebenfalls. Ein kleiner Unterschied: Geht man von der Stop-Funktion auf Wiedergabe (oder Aufnahme), dauert es ein paar Sekunden (ca. 4) bis Bild und Ton erscheinen.

Das Abstimmfeld für die acht Stationstasten des eingebauten Tuners: Es entspricht dem vieler Fernsehgeräte.
Hinter dem Kassettenschacht befindet sich die Kopftrommel mit den beiden Videoköpfen, auch die schräge Bandführung ist ersichtlich.

Die Aufnahme

Will man die Aufnahme von Fernsehsendungen machen, was ja Hauptzweck eines Videorecorders ist, müssen zuvor die eingebauten Stationstasten, wie bei einem Fernsehgerät auch, programmiert werden.

Dieses Abstimmteil befindet sich auf der Oberseite rechts vorn und wird nach einem Druck auf einen kleinen Knopf freigegeben. In Verbindung mit den Tasten (Plus darüberliegender grüner Leuchtdiode) werden die einzelnen Sender eingestellt - wie beim Fernsehgerät beim Aufstellen (ehemals) auch.

Da man den Einstellvorgang optisch nicht verfolgen kann, muß das Fernsehgerät auf den Videorecorder-Kanal geschaltet sein und der Eingangswähler des Recorders (Rec Select) auf „TV" stehen (Aux wäre für Eigenaufnahmen von einer Fernsehkamera plus externem Ton, z. B. vom Mikrofon, das Richtige).

Dieser Schalter kann also normalerweise immer in dieser Stellung verbleiben. Der Schalter Video/TV muß auf „Video" stehen - sonst arbeitet der oben zitierte Sender nicht, und auf dem Fernsehgerät erscheint über den Videokanal nur Rauschen.

Drückt man die Taste Rec, so erscheint das auf die Kassette aufzunehmende Fernsehbild auf dem Fernsehgerät. Diese Funktion entspricht dem Vorhören bei Tonbandaufnahmen. Acht Stationstasten stehen am Videorecorder zur Verfügung.

Hier sei gleich ein Hinweis gestattet: Das Fernsehgerät (und damit auch der Sender) braucht nur zum Einstellen eingeschaltet sein. Der Videorecorder verfügt über ein eigenes Tunerteil, das ihn ansonsten von der Empfangsseite her völlig frei vom Fernsehgerät macht.
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Zwei Lieblingssendungen zur gleichen Zeit

Will man andererseits ein Fernsehprogramm verfolgen und gleichzeitig ein anderes aufnehmen, wird der Video/TV-Schalter auf „TV" stehen.

Man braucht jetzt nur noch am Videorecorder den gewünschten Sender anzuwählen, die Aufnahme-(Rec-) und Wiedergabe-(Play-)Taste gleichzeitig drücken, und schon läuft die Zeitmaschine. Dieser Zeitmaschineneffekt ist dann besonders auffallend, wenn man später die Aufnahme ansieht und dort eine Uhr zu sehen ist. - Man kann also auch hier nicht immer das glauben, was man sieht.
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Und wenn Sie mal nicht zu Hause sind ....

Im Gerät HR-3300 EG (das EG steht für europäische Pal-Version) ist auch eine Zeitschaltuhr eingebaut. Aber kommen wir erst zum Stellen der Uhr. Nach dem Anschluß (oder nach einem Stromausfall) steht die links unten in der Frontplatte eingebaute Digitaluhr auf 00.00 Uhr. Sofern das Gerät nicht durch den Hauptschalter auf der Rückseite ausgeschaltet ist, läuft die Uhr netzsynchron.

Das Stellen ist einfach: Man drückt den linken Schalter Select nach unten und gibt dann mit den Tasten Min und Hour die momentane Zeit in Minuten und Stunden ein. Bei jedem Druck schaltet die Digitalziffer um eins weiter. Im
schlimmsten Fall (23.59 Uhr) muß man also 23mal + 59mal = 82 mal drücken. Um 00.00 Uhr allerdings könnte man sich jegliche Mühe sparen. Beim Loslassen des Schalters läuft die Uhr an.

Beim 20-Uhr-Gong der Tagesschau läßt man den Schalter also los und hat damit netzsynchron (einigermaßen) genaue Zeit. Für Zeitschaltuhr-Betrieb wird der Netzschalter in Funktion „Timer/Sleep" gebracht, der Select-SchaWer wird auf Stellung „Timer Set" gehalten und mit den Eingabetasten die gewünschte Einschaltzeit programmiert. Drückt man dann noch die richtige Station und die beiden Tasten Rec und Play, kann man sich ruhig anderen Dingen zuwenden; die gewünschte Sendung wird - solange das Band reicht - gewissenhaft aufgezeichnet.

Eine sinnreiche Schaltung der Leuchtpunkte in der Schaltuhr signalisieren: evtl. kurzfristigen Stromausfall (mit Löschung der Schaltzeit), gerade laufende Schaltuhr-Aufnahme, programmierte Schaltuhr-Aufnahme.

Das Gerät schaltet sich am Ende der Kassette auf Bereitschaft, löscht also die Aufnahmefunktion. Die Zeitschaltuhr selbst hat keine Ausschaltfunktion.

Die Spielzeiten der Kassetten

So sieht die VHS-Kassette von unten aus.

Es werden Kassetten mit Spielzeiten von 3 Stunden (E-180), von 2 Stunden (E-120), von 1 Stunde (E-60) und von einer halben Stunde (E-30) angeboten.
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Der eigene Ton

Da Farbfernsehkameras für Heimanwendung z. Z. kaum in Frage kommen und eine Schwarzweißkamera auch nicht das Ideal darstellt, können wir noch auf eine weitere Bedienungsfunktion hinweisen, die für den Tonfreund eher realisierbar ist, das Nachsynchronisieren: Einer aufgenommenen Sendung kann einfach über Mikrofon - oder via Diodenbuchse vom Tonband - ein neuer Ton „hinterlegt" werden. Wer also Udo Jürgens mit der eigenen Stimme singen lassen will, der kann das nach Druck auf die beiden Tasten Audio Dub und Play tun. Umgekehrt, also alter Film und neues Bild, geht's leider nicht so leicht.

Apropos Ton

Wie schon weiter oben angedeutet, hat das Band eine niedrige Absolutgeschwindigkeit: nur 2,34 cm/s - also halbe Compact-Cassetten- Geschwindigkeit. Diese Bandtransportgeschwindigkeit ist wegen des rotierenden Videokopfes für das Bild weniger von Bedeutung, von entscheidendem Einfluß aber beim Tonkopf.

Hier schlägt die niedrige Transportgeschwindigkeit des Bandes voll durch, so daß kein Hi-Fi-Ton erwartet werden kann. Trotzdem ist der Ton nicht der schlechteste und kann für Fernsehaufzeichnungen als ausreichend angesehen werden. Der Übertragungsbereich reicht knapp bis 10 kHz, die Gleichlaufschwankungen lagen unter 0,3%.

Und der Hi-Fi-Ton ?

Ganz andere Möglichkeiten für den Ton ergeben sich aber, wenn man auf das Fernsehbild verzichtet. Durch die enorme Bandbreite, die vom Videorecorder aus zur Verfügung steht, kann ein niedriges Nf-Signal (alos ein Tonsignal) natürlich bequem übertragen werden.

Hierzu benötigt man ein Zusatzgerät (es ist zur Zeit noch nicht lieferbar), das die (analogen) Tonsignale in digitale Signale umwandelt: in PCM (Pulsecode- Modulation). Ein solches Gerät hat Sony in Japan schon vorgestellt, die technischen Daten sind konkurrenzlos. Klangliche Beeinträchtigungen des Tonsignals beim Aufnahme-, Speicher- und Abspielvorgang sind damit passe.

  • Anmerkung : Das PCM-Wandler- Gerät war bereits vorhanden, aber sehr teuer. In den KlangBild Jahrgängen aus 1978 wurde es bereits refrenziert.


Ganz billig ist dieses Verfahren aber nicht, da noch zusätzliche Maßnahmen getroffen werden müssen, weil das Ohr manchmal empfindlicher als das Auge ist.
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Zusammenfassung

Die Innenansicht zeigt den Aufbau dieses sehr kompakten Gerätes.

Auch - oder gerade - für den Nicht-viel-Fernseher ist ein Videorecorder eine phantastische Sache. Man wird (noch) unabhängiger vom Fernsehgerät, kann sich seine Lieblingssendungen ansehen, wann und so oft man will, und wann die Sendung gebracht wird, ist ebenfalls ohne Belang. Wer will, kann sich eine Videothek mit Lieblingssendungen oder -serien anlegen.

Das HR-3300 EG besticht durch seine geringen Abmessungen. Ich würde mir - für höheren Bedienungskomfort - magnetunterstützte Drucktasten wünschen, auch könnte sich das Kassettenteil etwas weniger rackelig nach oben bewegen.

Unser Erprobungsgerät hatte eine kleine Macke: Wenn man den Deckel über den Abstimmknöpfen schloß (offensichtlich wird dann eine AFC aktiviert), verschlechterte sich das Bild, eventuell lag hier ein Abgleichfehler vor.

Ab August/September soll von JVC eine Farbkamera für Eigenaufnahmen lieferbar sein. Sie wird um die 4000 DM kosten.

Bernhard Krieg im Mai 1978
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Tabelle : Vergleich VCR und VHS

  VCR-LP VHS  
Abmessungen der Kassette 126 x 145 x 41 188 X 104 x 25 mm
Magnetband-Breite (1/2") 12,7 12,7 mm
Spieldauer max. (in 1978) 150 180 min
hierfür erforderliche Bandlänge 590 370 m
Bandgeschwindigkeit absolut 6,56 2,34 cm/s
Relativgeschwindigkeit Band/Videokopf 8,18 4,84 m/s
Tonspur 1 1  
Tonspurbreite 0,7 1  
Motoren 4...5 2  
Spureinlaufzeit ca. 3 4 s
Firmen Philips JVC  
  Grundig Hitachi  
  ITT Matsushita  
  Loewe Opta Akai  
    Sharp  
    RCA  
    Saba  
    Nordmende  

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Hier ein wenig Werbung aus 1978 mit DM-Preisen

Das HR-3300 EG hat die Abmessungen (B x H x T) 45,3cm x 14,7cm x 31,4cm und wiegt 15,9 kg. Es wird voraussichtlich knapp 2.900 DM kosten. Die Kassettenpreise sind :

  • E-180 (3 Stunden) knapp 60 DM,
  • E-120 (2 Stunden) knapp 50 DM,
  • E-60 (1 Stunde) 34,50 DM und
  • E-30 (1/2 Stunde) 28,50 DM


(Vertrieb: JVC Deutschland GmbH, Kiesstraße 20, 6000 Frankfurt 90).

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