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Ein bebilderter Artikel aus "Philips Kontakte Nr 40" (1977)

Philips konnte sich (jedenfalls in seiner Hauszeitschrift Kontakte) in 1977 auf der Erfolgsschiene präsentieren. Es ging jedenfalls noch aufwärts, immer nur aufwärts. Daß der abrupte Abschwung von 1979/1980 schon so dicht vor der Tür stand, ahnte noch keiner.
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10 Jahre Philips-Farbfernsehen in Deutschland

Rückblick auf den Start und die Entwicklung bis heute.

Am 23. und 24. Mai 1967 fand in Hamburg die erste, noch inoffizielle Premiere der neuen Philips Farbfernsehgeräte für Deutschland statt. Über 70 Journalisten der Fach- und Programmzeitschriften waren gekommen, um sich persönlich über Leistung und Qualität der neuen Farbempfänger zu informieren. Philips hatte ein breites Programm vorbereitet, das lückenlos alles Interessante zum Thema Farbfernsehen umfaßte, reibungslos abrollte und mit Informationen und Überraschungen nicht geizte.

Denn es wurden an diesen Tagen nicht nur die neuen Farbempfänger vorgestellt, sondern auch demonstriert, was eigentlich alles hinter dem Begriff »Philips Farbfernsehen« steht. Hierzu gehörte als optisch-akustischer Leckerbissen auch die Live-Sendung einer Musikshow, aufgenommen mit einer ebenfalls von Philips entwickelten Plumbicon-Farbkamera und wiedergegeben von den Bildschirmen der Farbempfänger. Dieser unmittelbare Vergleich zwischen Original und Reproduktion bewies durch die überragende Farbtreue der Philips-Geräte eindeutig den hohen technischen Stand, mit dem Philips damals in das farbige Fernsehzeitalter eintrat.

1953 - Dies war das Ergebnis einer langen Forschungs- und Entwicklungszeit. Bereits 1953 wurden die ersten Philips Farbfernsehgeräte in kleiner Stückzahl hergestellt, um im Labor und in den USA Erfahrungen in der neuen Technik zu sammeln.

1962 - Eine etwas größere Produktion weiterentwickelter Empfänger lief 1962 an. Man erprobte sie in ausgedehnten Empfangsversuchen auf dem nordamerikanischen Kontinent sowie in verschiedenen europäischen Ländern.

1966 begann dann in Eindhoven die Serienfertigung von NTSC-Farbempfängern, und zwar zunächst überwiegend für den kanadischen Markt, und im folgenden Jahr auch die Herstellung von Farbempfängern nach PAL-Norm.

In der Philips Fernsehgerätefabrik Krefeld wurde die erste Serie des Philips K6 Anfang 1967 »auf Band« genommen.
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Bilder:
Eine Farbfernseh-Pressekonferenz
Farbfernseh-Musikshow
10 Jahre Philips Farbfernsehen in Deutschland
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Von K6 bis K9i: 1.500.000 Farbfernseh-Empfänger aus Krefeld !

27. Februar 1967: In der Apparatefabrik Krefeld beginnt mit dem Typ K6 »Goya« die Bandfertigung von Philips Farbfernsehgeräten.
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  • Anmerkung : Der Philips K6 war ein sehr aufwendiges Konstrukt und hatte für damalige Ansprüche eine bemerkenswerte und ganz hervorragende Farb-Bild-Qualität. Selbst die Grundigs konnten dem Philips K6 das Wasser nicht reichen. Telefunken, SABA und WEGA entwickelten noch und Neckermann hinkte auch etwas hinterher.
  • Auf der anderen Seite prahlten die Philipser mit 1,5 Milionen Farbfernsehern in 10 Jahren. Max Grundig baute später ein ganz neues hypermodernes Fernseh-Werk in Wien, welches 2 millionen Farbgeräte "pro Jahr" herstellen können sollte.

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Damals hieß es unter anderem: »Die neuen Philips Farbfernsehgeräte sind mit einem Chassis ausgestattet, das die Bezeichnung K6 trägt. Im konstruktiven Aufbau entspricht es voll den servicemäßigen Anforderungen hinsichtlich leichter Zugänglichkeit und übersichtlicher Anordnung der Bauelemente. Das Vertikal-Chassis läßt sich ganz oder halb herausklappen und wird in dieser Stellung mit einem Halteseil fixiert.«

Vor dem Beginn der Farbfernsehgeräte-Produktion waren umfangreiche Arbeiten in bezug auf die Bandfertigung, Schaffung von Montagehilfen und nicht zuletzt die Entwicklung spezieller Prüfplätze zu leisten. Außerdem wurden Lehrgänge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt, um sie mit den besonderen fertigungstechnischen Gegebenheiten bei den Farbfernsehgeräten vertraut zu machen.

28. Februar 1977: In der zwischenzeitlich vergrößerten Apparatefabrik läuft mit dem Typ K9i »Goya Royal 765 electronic« das 1.544.740ste Philips Farbfernsehgerät vom Band.

Heute ist die Schaltungstechnik mit der von vor zehn Jahren nicht mehr zu vergleichen. Halbleiter-Elektronik und digitale Techniken haben einen grundlegenden Wandel gebracht, der auch vor den Bildröhren nicht haltmachte: das selbstkonvergierende 20-AX-System von Philips setzte hier neue Maßstäbe.

Philips hat also in vielen Bereichen entscheidend zur Entwicklung des Farbfernsehens beigetragen. Die Vielseitigkeit des Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprogramms bietet auch zukünftig die Gewähr für eine ausgereifte Technik und überzeugende Qualität der angebotenen Produkte.


Bilder:
Philips »Goya« Jahrgang 1967.
Apparatefabrik Krefeld zu beginn der Farbgeräteproduktion (Luftbild-Nr. C-3087).
»Goya« Jahrgang 77.
Apparatefabrik Krefeld mit neuer Halle für Farbgeräteproduktion (Luftbild-Nr. 35070).

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